ARLINGTON ROAD

  • Film DVD
  • deutsch + englisch
    112 Min.
    617249 DE
  • Film DVD
  • deutsch + englisch
    112 Min.
    617247 UK
  • Film BLU-RAY
  • deutsch + englisch
    117 Min.
    717249 DE
  • Soundtrack CD
  • Angelo Badalament / 64 Min.370601 nicht mehr im Handel

    Originaltitel: Arlington Road
    Regie: Mark Pellington
    Musik: Angelo Badalamenti
    Darsteller: Jeff Bridges, Tim Robbins, Joan Cusack, Hope Davis, Robert Gossett, Mason Gamble, Spencer Treat Clark, Darryl Cox
    USA 1998

    ARLINGTON ROAD

    Ein kleiner Junge im Schockzustand schleppt sich blutüberströmt durch die leere Straße eines Wohnviertels mit Häuschen und Vorgärten. Beim Spielen mit Feuerwerkskörpern hat er schwere Verletzungen erlitten. Anwohner Michael Faraday fährt das Kind in die Notaufnahme.
    Brady ist der Sohn des Ehepaars Oliver und Cheryl Lang, das vor einigen Monaten in die Nachbarschaft gezogen ist. Erst jetzt merkt Michael, daß er diese Familie noch gar nicht kennengelernt hat. Allerdings hatte er seit dem Tod seiner Frau auch genug eigene Probleme. Sie war Beamtin beim FBI, sie starb im Einsatz bei einer Schießerei wegen eines Fehlers ihrer Kollegen. Faraday ist deswegen verbittert. Jetzt bahnt sich eine neue Beziehung mit seiner jüngeren Arbeitskollegin Brooke an. Damit kommt nur Michaels 9jähriger Sohn Grant noch nicht so recht klar.
    Grant freundet sich nach dessen Genesung mit Brady an. Die Jungen verstehen sich prima. Michael ist froh, daß Grant dadurch langsam aus seiner Verschlossenheit herauskommt. Auch die erwachsenen Paare freunden sich an.
    Michael Faraday ist an der Universität Professor für Amerikanische Geschichte. In seinem Seminar geht es um terroristische Gruppen innerhalb der USA. Weiße Attentäter und Bombenleger sind zumeist ganz unauffällige Bürger, von denen niemand ihr mörderisches Tun ahnt. Bei Oliver Lang entdeckt Michael schnell Widersprüche und Unstimmigkeiten. Lang scheint nicht die Person zu sein, den er vorgibt zu sein. Michael stellt Nachforschungen an. Ein gewisser Oliver Lang ist seit Jahren tot. Der nette neue Nachbar hat eine Vergangenheit, die er auslöschen will, indem er den Namen des Verstorbenen angenommen hat. Die Namensänderung ist ganz legal und amtlich. Doch als Jugendlicher war er wegen eines versuchten Sprengstoffanschlags auf ein Regierungsgebäude im Gefängnis gewesen. Michael Faraday ist überzeugt, daß dieser Kerl ein Terrorist ist, der wieder einen Bombenanschlag plant. Er steigert sich immer weiter in diese fixe Idee hinein. Oliver gefällt es ganz und gar nicht, daß Michael ihm nachschnüffelt. Er wird wütend. Da Michael mit seinen Nachstellungen nicht lockerläßt, sieht Oliver Lang keine andere Möglichkeit, als den lästigen Nachbarn in seine Pläne einzubeziehen, ohne daß dieser es ahnt...

    Hinter der patriotischen Fassade des unerschütterbaren Staats brodelt in den USA die aus der Tradition der Besiedelung des Kontinents gewachsene Mentalität der Selbstjustiz. Die US-Amerikaner haben ein latent ablehnendes Verhältnis zur Obrigkeit. Wenn ihnen der Staat in ihre Angelegenheiten funkt, werden sie leicht rabiat.
    Das Interessante an dem Thriller "Arlington Road" ist, daß die militanten Regierungsgegner keine verbohrten Ideologen sind, sondern wirklich Bürger, die von der Regierung hintergangen, betrogen und ruiniert wurden. Sie haben also durchaus ein nachvollziehbares persönliches Motiv für ihre Angriffe auf den Staat. Oliver Langs Familie wurde durch eine rücksichtslose Behördenentscheidung ihrer Existenz beraubt. Michael Faraday hat seine Frau verloren, weil beim FBI Fehler gemacht wurden, für die man sich danach nicht mal entschuldigt hat. Er hätte einen Grund, sich an der Bundespolizei zu rächen. Lang spricht das offen aus.
    Jeff Bridges und Tim Robbins spielen die ungleichen Nachbarn, von denen keiner einen Schritt nachgibt. In ihrem Wahn werden sich die Männer ähnlicher, je weiter sie sich im Streit voneinander entfernen. Das ist ein Teil des Konzepts zur Erhöhung der Spannung. Es bleibt zunächst undurchsichtig, ob Oliver Lang wirklich der Böse ist, den Michael Faraday in ihm sieht. Es bleibt offen, wie weit er es schafft, Michael zu manipulieren. Die angeheizte Stimmung eskaliert, als Lang den Jungen Grant entführt, scheinbar um Michael zum Stillhalten zu erpressen. Der verzweifelte Vater tut natürlich das Gegenteil, und damit ist er jetzt genau da, wo Oliver ihn haben will. Auf jeden Fall endet der Thriller mit einem genial eingefädelten Coup.
    (Pino DiNocchio)


    617249 DE
    Tonspur: Deutsch / Englisch
    Untertitel: D, E, NL
    Länge: 112 Min.
    Bild: 16:9 Widescreen 1:2.35
    Extras:  


    617247 UK
    Tonspur: Deutsch / Englisch
    Untertitel: D, E, NL
    Länge: 112 Min.
    Bild: 16:9 Widescreen 1:2.35
    Extras:  


    717249 DE - mit Wendecover -
    Tonspur: Deutsch / Englisch
    Untertitel: D, E
    Länge: 117 Min.
    Bild: 16:9 Widescreen 1:2.35
    Extras: Wendecover; Audiokommentare; Making Of; Alternatives Ende


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