AUF EINEM LANGEN WEG

  • Film DVD
  • deutsch
    90 Min.
    619749 DEnicht mehr im Handel

    Originaltitel: Auf einem langen Weg
    Regie: Christian Görlitz
    Musik:  
    Darsteller: Mark Heine, Nils Victor Sorge, Margret Homeyer, Gisela Trowe, Heidrun Pollack, Gerda Gmelin, Witta Pohl, Eva-Maria Werth, Toni Herbert
    Deutschland (West) 1982

    AUF EINEM LANGEN WEG

    10 und 6 Jahre alt sind die Brüder Werner und Achim Adamek, als sie mit ihrer Mutter im Frühling des Kriegsjahrs 1945 vor der Artillerie der heranrückenden sowjetischen Armee aus ihren Häusern evakuiert werden. Ihre Spielsachen können sie bei der überstürzten Abreise nicht mitnehmen. Nur einige Kleidungsstücke werden eingepackt. Mit einem der letzten Züge geht es Richtung Westen. Adameks wollen zu Tante Leni nach Glauchau.
    In der Nacht gerät der Zug in ein Bombardement. Werner sieht andere Kinder sterben. Entsetzt irrt er umher, bis ihm einfällt, nach der Mutter zu suchen. Sie ist verletzt und kommt ins Krankenhaus. Mitreisende Nachbarn passen zunächst auf die Kinder auf. Am folgenden Tag finden die Jungen das Hospital verlassen vor. Von der Mutter gibt es keine Spur. Der letzte Flüchtlingszug ist abgefahren. Bevor die Frau vom Roten Kreuz die Brüder trennt und sie wegen ihres Altersunterschieds in verschiedene Kinderheime steckt, machen sie sich aus dem Staub.
    Entlang der Bahngleise wollen sie zu Fuß marschieren - den ganzen Weg bis nach Glauchau zu Tante Leni. Ihr Reisegepäck hat man ihnen gestohlen. Hungernd schleppen sich die Kinder in kaputten Schuhen westwärts, immer auf der Hut, nicht von Erwachsenen aufgegriffen zu werden. Die Furcht vor den Russen ist groß, angeschürt von Geschichten über Greueltaten, die über sie erzählt werden. Werner hat die ganze Verantwortung, sich um den kleinen Bruder zu kümmern. Für Achim ist es eine Qual. Der kleine Junge jammert, aber er ist tapfer.
    Unterwegs treffen sie auf einen desertierten Wehrmachtsoldaten. Was andere schon angedeutet haben, erfahren die Buben jetzt von dem jungen Mann in aller Deutlichkeit: Der Führer hat das Land in den Abgrund gesteuert. Der Krieg ist verloren. Werners Weltbild zerbricht. Langsam begreift er, daß alles, was man ihm über den heldenhaften Kampf für das Vaterland und den Endsieg beigebracht hat, eine Lüge ist.
    Ein älteres Bauernehepaar, dessen Söhne gefallen sind, nimmt die erschöpften Jungen in ihrem Landhaus auf. Dort geht es ihnen für ein paar Tage gut. Else ist ganz vernarrt in die Kinder, sie will sie gar nicht mehr weglassen. Aber Werner besteht auf der Weiterreise zu Tante Leni. Er glaubt fest an ein Wiedersehen mit der Mutter...

    Auf einem langen Weg schlagen sich die zwei kleinen Jungen allein durch das Land. Sie begegnen hilfsbereiten Menschen, und auch solchen, vor denen sie weglaufen müssen. Eine Bande älterer Waisenkinder raubt Werner und Achim ihren Proviant. Nun müssen sie selbst stehlen. Der Hunger treibt alle um. Überall ziehen Flüchtlinge über die Straßen. Schließlich holt der russische Vormarsch die nach Westen wandernden Kinder ein. Es kommt die Nachricht von der deutschen Kapitulation. Der Krieg ist aus. Aber Frieden ist etwas anderes. Werner und Achim erreichen mit Hilfe eines sowjetischen Militärlasters ihr Ziel wohlbehalten. Sie haben ihr Leben gerettet, aber ihren Glauben verloren. Die kleinen Darsteller agieren mitreißend in dieser Verfilmung einer bewegenden Geschichte von der Schriftstellerin Gudrun Pausewang. (Pino DiNocchio)


    619749 DE
    Tonspur: Deutsch
    Untertitel: keine
    Länge: 90 Min.
    Bild: 4:3 Vollbild 1:1.33
    Extras:  


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