EXISTENZ

  • Film DVD
  • deutsch + englisch
    93 Min.
    621359 DE
  • Soundtrack CD
  • Howard Shore / 46 Min.203011nicht mehr im Handel

    Originaltitel: Existenz
    Regie: David Cronenberg
    Musik: Howard Shore
    Darsteller: Willem Dafoe, Jennifer Jason Leigh, Jude Law, Christopher Eccleston, Don McKellar, Callum Keith Rennie, Sarah Polley
    Kanada / Großbritannien 1998

    EXISTENZ

    Das Spiel "eXistenZ" ist das neueste Produkt aus dem Hause Antenna Research. Die Programmiererin Allegra Geller persönlich, die in der Szene wie ein Superstar gehandelt wird, stellt das Spiel einem ausgewählten Publikum vor. Es wird mit einem sogenannten "MetaFlesh Game-Pod" gespielt, ein Modul, das wie eine Art Niere aussieht und tatsächlich eine Art Leben besitzt. Es ist aus befruchteten Amphibieneiern und einer erweiterten, synthetischen DNS entwickelt worden und hat Organe, Knochen, Muskeln und sogar eine Wirbelsäule. Dieses Gamepad steckt man sich mit einem Kabel, das an eine Nabelschnur erinnert, in seinen Bioport, was wiederum ein Loch im Rücken ist, welches in die Wirbelsäule und ins Nervensystem führt.
    Dadurch ist es möglich, das Spiel in den menschlichen Körper zu laden und es so zu spielen, als wäre man tatsächlich im Inneren des Spieles, in einer virtuellen Realität, die perfekter nicht sein könnte. Dieses Spiel kann man mit mehreren Leuten spielen und es erhält dadurch einen immer anderen Verlauf, so daß man nicht sagen kann, was eigentlich das Ziel des Spieles ist.
    Bei der Präsentation des Spieles gibt es einen Anschlag der Anti-Existenzialsiten, eine Terrorgruppe, die gegen jegliche Verfremdung der Realität sind. Allegra wird von einer seltsamen Pistole aus Zähnen und Knorpel angeschnossen, und der Leibwächter Ted Pikul schafft sie in Eile fort und fährt mit ihr weit weg. In einem einsamen Hotel bittet Allegra Ted, das Spiel zu testen, denn die einzige Kopie in ihrem Gamepad hat wahrscheinlich einen Schaden erlitten.
    Es stellt sich heraus, daß Ted noch einen Bioport besitzt, und er läßt sich überreden, einen illegal an einer Tankstelle einsetzen zu lassen. Nach dem Implantieren des Bioports stellt sich heraus, daß der Tankstellenwärter auf die fünf Millionen Dollar aus ist, die die Terrororganisation auf Allegras Kopf ausgesetzt hat, doch die beiden können sich erfolgreich gegen ihn wehren. Beim Spielen gibt es einen Kurzschluß, und das Gamepad geht endgültig kaputt. Allegra, einem Nervenzusammenbruch nahe, bringt das Spiel zu ihrem alten Freund Kiri Vinokur, der es tatsächlich schafft, das Pad zu reparieren und das Programm zu retten. In einer Skihütte wollen Allegra und Ted dann das Spiel einmal durchspielen, um zu testen, ob es noch funktioniert und müssen erkennen, daß sich Realität und Virtualität bereits jetzt verwischt haben...

    Regisseur David Cronenberg ist immer wieder für einen guten Film zu haben und "Existenz" ist übrigens bereits sein 13. Streifen, der zwar ein wenig zu sehr im Fahrwasser von "Matrix" fährt, aber durch den besonderen Cronenberg-Charme besticht. Sein Spezialgebiet sind ja irrationale Realitäten oder anders gesagt: Unrealistische Realitäten. Er hat zwar nicht unbedingt sein Meisterwerk hier abgeliefert, aber faszinierend und irgendwie merkwürdig ist "Existenz" allemal. Zur Beschreibung kann man ein Zitat von Ted bringen, was den Film sehr schön zusammenfasst: "Es ist alles so eklig, so absurd, es ist grotesk". Als eklig kann man vor allem die ganzen kleinen Viecher nehmen, die im Spiel umherhuschen und für diverse schlimme Essenszubereitungen, aber auch zur Herstellung von Gamepads genutzt werden. Die Pads selbst sind auch sehr eklig anzuschauen, es gibt eine Operations-Szene, in der man das Innere eines solchen "Gerätes" betrachten kann, und auch hier ist es kein Spaß hinzuschauen. Eben weil es eklig, absurd und grotesk ist. Genau diese Attribute passen zum Beispiel auch auf die Zahnpistole. Als unsere beiden Helden in einem chinesischen Restaurant sitzen, findet Ted in seinem Essen diverse Einzelteile, die er zu eben jener, zähneschießenden Pistole, zusammensetzt. Eine der interessantesten Szenen des Filmes. (Haiko Herden)


    621359 DE
    Tonspur: Deutsch / Englisch
    Untertitel: D, E
    Länge: 93 Min.
    Bild: 16:9
    Extras: Dokumentation, Making of, Demoversion des PC-Spiels "Shadowman"


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