KIM - GEHEIMDIENST IN INDIEN

  • Film DVD
  • englisch
    108 Min.
    ohne Untertitel
    624198 UKnicht mehr im Handel
  • Film DVD
  • deutsch
    108 Min.
    624193 DEnicht mehr im Handel

    Originaltitel: Kim
    Regie: Victor Saviller
    Musik: Andre Previn
    Darsteller: Errol Flynn, Dean Stockwell, Paul Lukas, Robert Douglas
    USA 1950

    KIM - GEHEIMDIENST IN INDIEN

    Kim wurde als Sohn eines Offiziers der britischen Kolonialarmee in Indien geboren. Seit dem Tod seines Vaters zieht Kim es vor, sich als indischer Junge zu verkleiden, weil weiße Kinder in die Schule gesteckt werden. Als freier Straßenjunge in der Stadt Lahore in Kashmir schlägt sich Kim mit allerlei listigen Tricks durchs Leben. Bei den abergläubischen Indern ist das nicht schwer, sie lassen sich leicht Bange machen und sich die Spende einer Mahlzeit für einen armen Jungen abschwatzen, um nicht den Zorn der Götter auf sich zu ziehen.
    Kim liebt seine Freiheit und die Abenteuer. Die Begegnung mit einem wandernden Mönch aus Tibet ist der Beginn des größten Abenteuers, das Kim bisher erlebt hat. Der alte Lama ist auf der Suche nach einem heiligen Fluß. Im Auftrag seines Freundes, des afghanischen Pferdehändlers Ali, begleitet Kim den heiligen Mann auf seiner Reise als dessen Schüler. Der wirkliche Grund hierfür ist aber, daß der Junge dem britischen Geheimdienstchef Oberst Martin einen geheimen Brief von Ali zu überbringen hat. Noch ahnt Kim nicht, welche Bedeutung diese Botengänge haben. Für ihn sind das nur Gefälligkeiten, für die er eine Belohnung bekommt, im besten Fall eine Münze, mit der er sich etwas zum Naschen kaufen kann.
    Bei der Wanderung mit dem Lama stößt Kim auf das Regiment seines verstorbenen Vaters. Man erkennt, wer der Junge ist. Zu seinem Kummer wird er nun doch noch ins Waisenhaus gesperrt und muß die Schulbank drücken. Die feine englische Schule ist aber nichts für den wilden Gassenjungen, der nur das Leben unter dem einfachen Volk gewohnt ist. In den Ferien setzt Kim sich ab und gerät sogleich in das nächste Abenteuer.
    Ali schickt seinen kleinen Freund zu einem Mann für eine ganz besondere Schulung. Kims Sinne und sein Gedächtnis werden geschärft und trainiert. Nun ist er bereit für seine große Aufgabe. Für den Jungen ist es nur ein aufregendes Spiel, doch für Oberst Martin und den Afghanen Ali sind die Missionen, die sie Kim auftragen, von höchster Wichtigkeit für die Sicherheit Indiens. Bestes geschult und durch sein Straßenleben mit allen Bräuchen und Fertigkeiten vertraut, aber noch nicht wirklich wissend, was er da tut, wird der halbwüchsige Junge zu einem Spion für den britischen Geheimdienst. Und er ist gut! Es geht um nicht mehr und nicht weniger, als an der Grenze zu Afghanistan die Pläne einer russischen Invasion Indiens aufzudecken und die Machtgelüste der Zarin zu stoppen...

    Das Indien Abenteuer von Rudyard Kipling verbindet einen politischen Agententhriller mit der prächtigen Kulisse und dem bunten exotischen Leben Hinterindiens zur Kolonialzeit. Schon damals war die Vielvölkerregion um Kashmir und Hindukusch ein unruhiges Gebiet, in dem die imperialen Interessen der Großmächte zusammenprallten und sich lokale Fürstenherrscher darin zerrieben. Zwar ist der tapfere kleine Geheimagent in britischen Diensten eine Romanfigur, doch Kiplings Erzählung ist so realistisch, daß sie sich exakt so tatsächlich zugetragen haben könnte. Kipling beschreibt das koloniale Indien der victorianischen Zeit von innen. Die Vielfalt und die Eigentümlichkeiten der Menschen in diesem fernen Land sind der Quell der bunten Bilder, die in dem Leser aus dem Buch entgegenspringen, und die auch der Film so lebhaft einfängt.
    In der Hauptrolle gibt der damalige Kinderstar Dean Stockwell eine glänzende Vorstellung. Sehr glaubhaft wechselt der freche Bub ständig zwischen der englischen und der indischen Identität, und wenn es gerade mal sein muß, ist er auch etwas ganz anderes. Kims ambivalentes Verhältnis zu verschiedenen Erwachsenen fordert dem auf sich gestellten Waisenkind viel ab. Unter all den Einflüssen entwickelt der Junge eine besonders hingebungsvolle Bindung zu dem alten Lama. Der wird für ihn in der aufreibenden Zeit zu einem Orientierungspunkt und hält schließlich auch für einen melodramatischen Schluß den Kopf her.
    Nicht sein Leben, aber seinen Bart opferte Erol Flynn als Ali "Rotbart" für das letzte Kapitel des Films. Obwohl die Außenaufnahmen in Indien gemacht wurden, wirkt einiges doch wegen der übrigen, in US-Studios produzierten Bilder nicht so echt und authentisch wie die fabelhaften britischen Kipling Verfilmungen von Zoltan Korda. Der Film bietet trotzdem knapp zwei Stunden packendes Abenteuer.
    (Pino DiNocchio)



    624198 UK
    Tonspur: Englisch
    Untertitel: keine
    Länge: 108 Min.
    Bild: 4:3 Vollbild 1:1.33
    Extras:  


    624193 DE
    Tonspur: Deutsch
    Untertitel: keine
    Länge: 108 Min.
    Bild: 4:3 Vollbild 1:1.33
    Extras:  
    - minus - Es fehlt der englische Originalton


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