DER UNTERGANG DER EMMA

  • Film DVD
  • deutsch
    72 Min.
    640499 DEnicht mehr im Handel

    Originaltitel: Der Untergang der Emma
    Regie: Helmut Dziuba
    Musik:  
    Darsteller: Uwe Peter Trebs, Mathias Holzki, Meike Ulrich, Lutz Augustin, Michael Jaroschinski, Erwin Geschonneck, Hermann Beyer, Hans-Peter Reinecke, Günter Naumann, Martin Trettau
    Deutschland (Ost) 1974

    DER UNTERGANG DER EMMA

    Mit der Eröffnung der neu gebauten Brücke über die Elbe wird das Fährschiff Emma außer Dienst gestellt. Das abgemusterte Schiff soll künftig der Jugend als Spielplatz dienen. Nur die Freunde Mischa und Hartmut können sich nicht darüber freuen. Die Jungen sorgen sich um den alten Fährmann Kluge. Fünfzig Jahre lang hatte der mit dem tuckernden Kahn die Menschen von Ufer zu Ufer gebracht, und jetzt soll er einfach so in Rente gehen, bloß weil der Fortschritt ihn nicht mehr braucht. Der Opa Kluge wird krank und droht vor Kummer einzugehen.
    Mischa hat zwei geschickte Hände bei technischen Dingen. Er kann alles reparieren. Hartmut hat das Köpfchen. Das Mathe-Genie soll für die Schule zu einem Wettbewerb fahren. Zusammen haben die zwei Jungs schon so manchen Unsinn vollbracht, auch wenn sie dabei gute Absichten hatten. Jetzt planen sie heimliche, die stillgelegte Emma wieder fahrtüchtig zu machen, damit Opa Kluge wieder gesund wird. Das Unternehmen führt in eine Katastrophe. Hartmut und Mischa sind verzweifelt, als sie erkennen, was sie angerichtet haben. Auch die Erwachsenen sind ratlos, wie die Kinder auf so eine Idee kommen konnten...

    In der Schule spricht der Lehrer Thomas von den Tugenden, die der Sozialismus zum Wohle aller gebracht hat, weil jetzt alle gleich sind: Freundschaft, Solidarität und Achtung vor den Sorgen Anderer. Das ist gar nicht so einfach wie es sich anhört, muß Thomas im Lichte der Realität feststellen. Denn die Schüler sorgen sich um ihren Kameraden Günter, genannt "Flasche", weil dessen Vater trinkt und die Familie tyrannisiert. Dieses Problems nehmen sich die Genossen an. Kollegen und Vorgesetzte im Betrieb handeln solidarisch. Einen guten Mitarbeiter will man nicht verlieren. Ihm und seiner Familie wird geholfen, damit alles wieder in die richtige Bahn kommt. Im Fall von Fährmann Kluge ist der Weitblick vom Geist der Modernisierung geblendet.
    Am Schluß üben die Erwachsenen Selbstkritik. Hartmut und Mischa taten doch nur das, zu was die Erwachsenen sie ständig ermuntert hatten. Trotz der Dummheiten haben die Jungen das Richtige gelernt. Das staatlich verordnete Wertesystem haben sie schneller als gedacht verinnerlicht. Eine Planüberfüllung sozusagen. Die Ideologisierung ist in Kinderfilmen der DDR in den 1970er Jahren unübersehbar. Verbissen versuchte das sich von der Welt abkapselnde Regime mit solchen Filmen nach innen zu agitieren.
    Jenseits der politischen Umstände setzt "Der Untergang der Emma" die Teenager in klassisch hautenger, knapper Sommermode der frühen 1970er Jahre ins Bild, als Jungs noch in kurzen Hosen gingen und Badehosen trugen. Zumindest in der Hinsicht ist der Film wahrhaftig. Rätselhaft bleibt aber, weshalb die Rolle des "Flasche" mit einem Mädchen besetzt wurde. Das läßt sich gleichwohl verkraften, denn ansonsten sind die jungen Darsteller schön fotografiert. (Pino DiNocchio)



    640499 DE - mit Wendecover -
    Tonspur: Deutsch
    Untertitel: keine
    Länge: 72 Min.
    Bild: 4:3 Vollbild 1:1.33
    Extras: Wendecover


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