MEIN SOHN

  • Film DVD
  • französisch
    79 Min.
    deutsche Untertitel
    653104 DE

    Originaltitel: Mon fils à moi
    Regie: Martial Fougeron
    Musik:  
    Darsteller: Victor Sévaux, Nathalie Baye, Olivier Gourmet, Marie Kremer, Emmanuelle Riva, Valentine Stach, Thomas Silberstein, Maxime Monsimier, Julien Oracz, Michèle Moretti
    Belgien / Frankreich 2006

    MEIN SOHN - Mon fils à moi

    Ihren Gatten und die Tochter behandelt sie wie Möbelstücke. Von ihrem Sohn ist die regelrecht besessen. Sie umsorgt den 12jährigen mehr als ihm lieb ist. Die ersten Anzeichen der Pubertät alarmieren die Mutter. Sie kann und will es nicht akzeptieren, daß ihr Baby groß wird. Ihre Stimmungsschwankungen werden heftiger. Zärtliche Zuwendung wechselt abrupt mit Wutausbrüchen und wüsten Beschimpfungen. Ständig meckert und kritisiert sie völlig unbegründet an Julien herum. Dessen große Schwester Suzanne ist besorgt, weil Julien unter den Schikanen der Mutter immer unglücklicher wird. Beim Vater findet sie kein Gehör. Der flüchtet sich in seine Arbeit und verschließt die Augen. Den einzigen Trost findet Julien außer bei der liebevollen Oma nur bei dem Mädchen Alice, mit dem er sich öfter trifft.
    Die Mutter manipuliert den Jungen, ihr gefügig zu sein, während sie zugleich alles schroff ablehnt, was Ausdruck seiner eigenen Persönlichkeit ist. Mit ihren kruden Vorhaltungen verunsichert sie Julien. Sie versucht ihm einzureden, daß mit ihm etwas nicht stimmt. Schließlich engt sie seine Freiheit unter dem Vorwand, seine Leistungen in der Schule seien eingebrochen, radikal ein. Sie verbietet jede Freizeitaktivität und jeden sozialen Kontakt. Außerhalb der Unterrichtszeit muß Julien im Haus bleiben, wird gar eingesperrt. Suzanne wird gedrängt, in ein Studentenwohnheim zu ziehen. Die Situation eskaliert. Ein leergeräumtes Zimmer wird für Julien zum Gefängnis. Seine Hilferufe verhallen. Julien ist den seelischen und körperlichen Mißhandlungen durch die Mutter schutzlos ausgeliefert.

    Den unter der Einschüchterung und den Schlägen immer mehr zerbrechenden Jungen spielt Victor Sévaux so klaglos und still leidend, daß der Zuschauer einem Krimi gleich mitfiebert, wann denn Julien endlich zum notwendigen Äußersten greift, um seinem Martyrium ein Ende zu bereiten.
    Der Ausgang des Dramas ist eine Mahnung, genau hinzuschauen, wie es einem Kind geht. Die meisten Verbrechen an Kinderseelen geschehen in der Familie. Daher müssen Außenstehende - Lehrer, Nachbarn, Freunde - unbedingt Transparenz einfordern, sich regelmäßig Einblicke in die Lebensverhältnisse der Kinder in ihrem sozialen und beruflichen Umfeld verschaffen. Die Privatsphäre der Familie darf kein Schutzschild sein, hinter dem unbemerkt Kinder gequält werden. Gleiches gilt für die elterliche Erziehungsgewalt. Kinder sind kein Eigentum. Nur sorgfältiges Beobachten und entschlossenes Handeln schützt ein Kind vor der Übergriffigkeit fehlgeleiteter Eltern. (Pino DiNocchio)



    653104 DE - mit Wendecover -
    Tonspur: Französisch
    Untertitel: D
    Länge: 79 Min.
    Bild: 16:9 Widescreen 1:1.78
    Extras: Wendecover


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