LASST MICH LEBEN

  • Film DVD
  • deutsch + englisch
    116 Min.
    656229 UK

    Originaltitel: I Want To Live
    Regie: Robert Wise
    Musik:  
    Darsteller: Susan Hayward, Theodore Bikel, Simon Oakland, Virginia Vincent, Philip Coolidge, Lou Krugman
    USA 1958

    LASST MICH LEBEN - I Want To Live

    Ihren Unterhalt verdient Barbara in San Francisco mit Prostitution. "Amüsiermädchen" nennt man das in den USA der 1950er Jahre. In etlichen Bundesstaaten ist das Gewerbe sogar verboten. In ihrem Milieu hat "Babsi" allerlei Bekanntschaft mit Kleinganoven der Unterwelt. Immer wieder kommt sie mit dem Gesetz in Konflikt.
    Bei ihrer vierten Ehe nimmt sie sich vor, ihrem unsteten Lebenswandel zu entsagen und eine gute Mutter zu werden. Doch es geht nicht lange gut. Ihr Ehemann ist morphiumsüchtig und eine einzige Qual für sie. Barbara wird erneut in die Gesellschaft zwielichtiger Kerle getrieben. Um an Geld zu kommen, betreibt sie auch weiterhin allerlei krumme Geschäfte. Als sie zusammen mit ihren Kumpanen bei einer Polizeirazzia festgenommen wird, beschuldigt man sie nicht nur des aufgeflogenen Scheckbetrugs, sondern auch eines Mordes, den sie nicht begangen hat! Ihre beiden hinterhältigen Freunde haben bei einem Raubüberfall eine alte Witwe ermordet. Vor Gericht jedoch treten sie nur als Zeugen auf und behaupten, Barbara sei dabeigewesen, und sie habe die Frau getötet. Weil sie für den Tatzeitpunkt kein Alibi hat, und weil sie aufgrund ihres unbürgerlichen Lebensstils und ihrer Vorstrafen sowieso nicht als glaubwürdig gilt, hat sie kaum eine Chance sich zu verteidigen. Die Medien stilisieren sie als die "blutige Babsie". In ihrer Verzweiflung läßt sie sich im Untersuchungsgefängnis auf einen Mann ein, der ihr gegen Bezahlung ein falsches Alibi verschaffen will. Der nötigt sie als Bedingung dazu, fälschlicherweise ihm gegenüber auszusprechen, sie sei bei dem Mord anwesend gewesen. Barbara ahnt nicht, daß der Kerl ein Polizeispitzel ist, der das Gespräch heimlich auf Tonband aufnimmt, und daß man dies dann im Prozeß als angebliches Geständnis gegen sie verwendet.
    Ohne wirkliche Beweise, nur auf Grundlage falscher und gelogener Aussagen wird Barbara Graham, Mutter eines kleinen Kindes, wegen Mordes zum Tode verurteilt! Von der Todeszelle aus kämpft die unschuldige Frau um ihr Leben. Ihre letzte Hoffnung ist jetzt die Presse. Die Zeitungen, die sie zuvor durch ihre reißerischen Berichte vorverurteilt hatten, könnten nun öffentlichen Druck ausüben, damit der Fall erneut untersucht wird, um ihre Unschuld festzustellen und das Todesurteil aufzuheben. Der Journalist Ed Montgomery recherchiert zusammen mit Anwälten nach Beweisen für Barbaras Unschuld. Die letzten Stunden vor der Hinrichtung in der Gaskammer werden für Barbaras Fürsprecher zum Wettlauf mit der Zeit...

    In dem Kinofilm sah die Welt erstmals in allen technischen Details, wie die staatliche Vergasung von Menschen in den Vereinigten Staaten von Amerika abläuft. Noch heute wird die gezielt inszenierte Ermordung von Bürgern durch den Staat, verniedlichend mit Begriffen wie "Todesstrafe" oder "Hinrichtung" umschrieben, in zahlreichen Bundesstaaten betrieben. Dabei kommt es immer wieder zu Justizirrtümern oder gar vorsätzlichen Fehlurteilen, nach denen unschuldige Menschen verurteilt und getötet werden. Barbara Graham war eines dieser Opfer, sie starb 1955 in einer Gaskammer. Zwei Jahre zuvor war in Großbritannien der geistig zurückgebliebene Derek Bentley unschuldig gehängt worden. Der britische Spielfilm "Gib's ihm Chris" von Peter Medak rekonstruiert jenen Fall. Basierend auf der erschütternden wahren Geschichte von Barbara Graham drehte Regisseur Robert Wise schon 1958 das Drama "Laßt mich leben" mit Susan Hayward in der Hauptrolle. (Pino DiNocchio)


    656229 UK
    Tonspur: Deutsch / Englisch / Französisch / Spanisch / Italienisch
    Untertitel: E + 3 weitere
    Länge: 116 Min.
    Bild: 4:3 Vollbild 1:1.33 - s/w
    Extras:  


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