THE MOTORCYCLE DIARIES

  • Film DVD
  • deutsch + spanisch
    120 Min.
    659349 DE

    Originaltitel: Motorcycle Diaries
    Regie: Walter Salles
    Musik: Gustavo Santaolalla
    Darsteller: Gael Garcia Bernal, Rodrigo De la Serna, Mia Maestro, Ulises Dumont, Mercedes Moran, Jean Pierre Noher, Susana Lanteri
    Argentinien / USA / Großbritannien

    MOTORCYCLE DIARIES - Die Reise des jungen Che

    Im Januar 1952 bricht der 23jährige Medizinstudent Ernesto Guevara zusammen mit seinem Freund, dem Biochemiker Albert Granado, in Buenos Aires auf, um auf einem Motorrad Südamerika zu durchqueren. Die vorgesehene Route führt nach Patagonien in den Süden Argentiniens, dann hinüber nach Chile und durch alle Länder auf der Westseite des Kontinents bis hinauf nach Venezuela.
    Im eigenen Land können es sich die Abenteurer noch gutgehen lassen. Ernesto macht unterwegs Station bei seiner Geliebten Chichina und ihrer wohlhabenden Familie. Hinter der Grenze der Zivilisation wird das Fortkommen schwieriger. Da die Weltenbummler kaum Geld haben, müssen sie sich mit allen Tricks und Geschichten durchschnorren. Ernesto macht sich oft das Leben schwer durch seine Ehrlichkeit. Er sagt den Menschen seine Meinung offen und unverschleiert, er kann nicht lügen, nichtmal zur Not ein bißchen schwindeln. Alberto bringt das auf die Palme. Die beiden sind doch sehr verschieden, streiten häufig, halten aber doch immer zusammen.
    In Chile berichtet die Zeitung über die reisenden Ärzte, schnell sind sie überall bekannt. Die plötzliche Prominenz verhilft zu so mancher Einladung zu einer Mahlzeit oder einem Platz zum Übernachten. Neben Land und Leuten haben die zwei jungen Männer auch ein lebhaftes Interesse für die Frauen, besonders Alberto läßt keine Gelegenheit aus.
    Das Motorrad muß ständig neu zusammengeflickt werden. Schließlich ist die alte Mühle endgültig hinüber. Es geht nur noch zu Fuß und per Anhalter weiter. Eine Mine in der Wüste gewährt den Reisenden einen ersten schockierenden Eindruck von einer anderen Welt. Von überall her kommen Kleinbauern aus der indianischen Bevölkerung, die von Großgrundbesitzern von ihrem eigenen Land vertrieben wurden und nun in den Minen nach Arbeit suchen. Unter inhumanen Bedingungen werden die Menschen in den Bergwerken bei der gefährlichen Arbeit regelrecht verheizt. Im peruanischen Cusco, der alten Hauptstadt des Inka Reichs hoch in den Bergen, erfahren Ernesto und Alberto, wie die indianische Bevölkerung verarmt, weil ihnen ihr Land weggenommen wird. Ohne Arbeit lungern sie in den Städten auf den Straßen und kauen Kokablätter als Droge, um ihr Elend zu betäuben. Was die spanischen Eroberer begonnen, aber nicht ganz zu Ende gebracht hatten, findet jetzt in der Neuzeit seinen unrühmlichen Abschluß: die Auslöschung der Inka Kultur.
    In einem abgelegenen Ort am Amazonas besuchen die argentinischen Ärzte eine Lepra-Klinik. Dort helfen sie einige Wochen als Freiwillige, um den Ärmsten unter den Armen mit der Therapierung der Krankheit wieder ein neues Leben zu geben...

    Bei ihrer Ankunft in Caracas sind Ernesto und Alberto nicht mehr dieselben sorglosen jungen Männer aus der argentinischen Bürgerschicht. Sie haben einen lateinamerikanischen Kontinent gesehen, der unter so viel Ungerechtigkeit ächzt, daß es unerträglich ist.
    Regisseur Walter Salles rekonstruiert die Reise nach den Tagebuchaufzeichnungen Ernesto "Che" Guevaras. Diese Reise prägte die politischen Ideen Guevaras, seine Vision von einem Lateinamerika ohne Grenzen, von einem Kontinent aller Völker, von Gleichheit und Gerechtigkeit für alle Menschen. So wurde aus dem Medizinstudenten ein Revolutionsführer - von der kapitalistischen Hemisphäre als kommunistischer Terrorist verteufelt, von allen sozialen Befreiungsbewegungen bis heute als Idol verehrt. (Pino DiNocchio)


    659349 DE
    Tonspur: Deutsch / Spanisch
    Untertitel: D
    Länge: 120 Min.
    Bild: 16:9 Widescreen 1:1.85
    Extras: Interviews; Deleted Scenes; Featurette; Blick hinter die Kulissen


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