CHIKO - EINE FREUNDSCHAFT FÜRS LEBEN

  • Film DVD
  • deutsch + englisch
    112 Min.
    661259 DE
  • Film BLU-RAY
  • deutsch + englisch
    117 Min.
    761259 DEnicht mehr im Handel

    Originaltitel: Wasao
    Regie: Yoshinari Nishikôri
    Musik:  
    Darsteller: Masaki Izawa, Hiroko Yakushimaru, Kai Inowaki, Sabu Kawahara, Mansaku Fuwa, Koichi Ueda
    Japan 2011

    CHIKO - EINE FREUNDSCHAFT FÜRS LEBEN - Wasao

    Das weiße pelzige Hündchen Shiro (Chiko), das aussieht wie ein Eisbär mit Fuchsschwanz, ist für den kleinen Jungen Akira ein lebendes Kuscheltier, bis es einen Unfall auslöst, bei dem Akiras Mutter schwer verletzt wird. Danach will die Familie das Tier nicht mehr haben. Shiro wird verstoßen und zu einer Tante ins weit entfernte Tokio gebracht.
    Ein Jahr später klagen die Gemüsebauern in Akiras Wohnort, dem Küstenstädtchen Ajigasawa im Norden Japans, über Verwüstungen in ihren Pflanzungen. Bald macht die Sichtung eines großen pelzigen Ungeheuers die Runde. Auch die Fischer wollen das wilde Tier gesehen haben. Ein Bär, so wird vermutet.
    Ein streunender weißer Hund findet in der Meeresbucht den Weg zu Imbißbetreiberin Setsuko. Vier herrenlose Hunde hat sie schon in Pflege, die auch Akira auf dem Schulweg gern besucht. Doch der fremde weiße Hund ist scheu. Er läßt Setsuko nicht an sich herankommen. Nur zaghaft faßt der Herumtreiber Vertrauen zu ihr. Wegen seines flauschigen Aussehend nennt sie ihn Wasao (Flocke). Viele Leute in der Stadt fürchten sich vor dem unbekannten Hund. Man beschießt gar ihn aufzuspüren und zu erschießen, damit er nicht vielleicht ein Kind anfällt.
    Als Akira im Wald in große Gefahr gerät, eilt der weiße Hund ihm todesmutig zu Hilfe. Akira macht eine unglaubliche Entdeckung...

    Die lange Wanderung des Hundes zurück zu seinem kleinen menschlichen Herrchen darf man nicht als emotionale Bindung oder gar Treue mißdeuten. Vielmehr zeigt der Hund instinktives Rudelverhalten. Nicht aus Intelligenz, sondern aus angeborenem Trieb unterwirft er sich in Loyalität seinem Leittier, und das ist in diesem Fall Akira.
    Verblüffend auch, wie sich der Hund im Kodex japanischer Bescheidenheit benimmt. Man sieht da, wie sehr menschliche Kulturkreise sich auf ihre Vorstellung vom Verhalten ihrer zahmen Tiere projizieren. Die ruhige, teils langatmige Erzählweise gibt dem Film den fernöstlichen Charakter. Oft folgt die Kamera dem Hund Wasao und beobachtet ihn dabei, wie er seinerseits der Spur von Akira folgt und den Jungen aus sicherer Distanz beobachtet. Rückblenden in die Zeit, wo Akira das junge Hündchen Shiro besaß und wo das Unglück geschah, lassen schnell darauf schließen, daß es derselbe Hund ist. Bis allerdings Akira seinen Freund wieder in die Arme schließen und ihm verzeihen kann, wird viel Zeit damit gefüllt, die Gewohnheiten der skurrilen Kunden und Gäste von Setsukos Restaurant zu durchleuchten. Viele eher unwichtige Personen bekommen damit eine Plattform in einer Komödie, die mit einem Marathon-Lauf anfängt und im Folgejahr damit abschließt. Immerhin bleibt so kein Platz für die Klischees, mit denen westliche Hunde-Kinder Filme normalerweise langweilen. Das ganze emotionale Potential wird in eine einzige Schlußszene zwischen Akira und Shiro komprimiert, die so unglaublich intensiv ist, daß dem Zuschauer der Atem stockt.
    (Pino DiNocchio)


    661259 DE - mit Wendecover -
    Tonspur: Deutsch / Japanisch
    Untertitel: D
    Länge: 112 Min.
    Bild: 16:9 Widescreen 1:2.35
    Extras: Wendecover, Behind the Scenes


    761259 DE - mit Wendecover -
    Tonspur: Deutsch / Japanisch
    Untertitel: D
    Länge: 117 Min.
    Bild: 16:9 Widescreen 1:2.35
    Extras: Wendecover; Behind the Scenes


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