THE GOODE'S HOUSE

  • Film DVD
  • deutsch + englisch
    90 Min.
    662769 DEnicht mehr im Handel

    Originaltitel: The Good Mother
    Regie: Steve Antin
    Musik:  
    Darsteller: Angie Harmon, Bobby Coleman, Joel Gretsch, Jordan Hinson, Jason London, Tasha Smith
    USA 2006

    THE GOODE'S HOUSE - The Good Mother

    Ein Jahr nachdem ihr kleiner Sohn David im See ertrunken ist, nimmt das Ehepaar Eve und Raymond Goode die Waisen Ethan und Abby Snow, deren Eltern gestorben sind, in Pflege. Die Geschwister sind überwältigt von der traumhaften Villa der Goodes. In mediterranem Stil erbaut thront das Heim auf einem mit Palmen bewachsenen Hügel. Der 8jährige Ethan freut sich über die vielen schönen Spielsachen. Teenagerin Abby bekommt sogar ein separates Zimmer im Turm des Hauses. Trotzdem hat die 16jährige ein mulmiges Gefühl. Ihr scheint, als würde der Geist des toten David noch überall herumspuken. Abby macht im Haus beunruhigende Entdeckungen, erhält aber keine Antworten.
    Eve und Raymond verbieten den Kindern, allein das Haus zu verlassen. Ein Schließsystem mit Alarmanlagen riegelt das Haus vollständig ab. Es gibt keinen Kontakt nach draußen, das Telefon geht nicht. Abby fühlt sich durch so viel Sicherheitsmaßnahmen überbeschützt und durch die rasch immer autoritärer werdenden Vorschriften der Pflegeeltern gegängelt. Es kommt zu ersten Auseinandersetzungen.
    Weder Polizist Ben Koch, ein früherer Nachbar und langjähriger Freund der Snows, der sich um die Kinder sorgt, noch die Sozialarbeiterin, die zum Kontrollbesuch kommt, schenken Abbys Besorgnis Glauben. Abbys Ängste wandeln sich zu ganz realem Horror. Mit subtiler Manipulation versucht Eve, Abby zu verunsichern und sie einzuschüchtern. Sie und ihr kleiner Bruder werden systematischen Quälereien ausgesetzt. Plötzlich wird Ethan krank, und Eve zelebriert sich selbst als fürsorgliche Mutter für das kranke Kind. Aus Sorge um ihren kleinen Bruder gerät Abby immer mehr in Panik. Als sie ein ganzes Fotoalbum mit früheren Pflegekindern der Goodes findet, weiß sie, daß sie mit allen Mitteln einen Weg finden muß, um mit Ethan aus diesem Todesgefängnis zu fliehen...

    Diese auch unter dem Titel "Glass House 2" auf Video vermarktete Low Budget Produktion ist keine Fortsetzung des Kinofilms, sondern eine andere Interpretation desselben Buchs von Wesley Strick. Die notorische Kreativitätsarmut der US-amerikanischen Filmindustrie muß wohl der Grund sein, weshalb jemand nach dem so brillanten Thriller "The Glass House" meinte, noch mal einem billigen Abklatsch von der Geschichte filmen zu müssen. Die Unterschiede zum Original sind schnell aufgezählt. Alles was in "The Glass House" die tolle Atmosphäre ausmacht, fehlt. Der psychologische Horror und die daraus entwickelte Spannung fehlen. "The Good Mother" legt den Fokus auf die psychopathische Pflegemutter Eve, die nach dem "Münchhausen Stellvertreter Syndrom" die Kinder absichtlich verletzt, damit sie sie wieder gesundpflegen kann. Das Ganze bleibt aber unglaubwürdig, weil es nur halbgar ausgearbeitet ist. In den für die 2000er Jahre typischen ultraschnellen Schnitten aus verwackelten Bildern werden die gewalttätigen, verletzenden Übergriffe auf die Kinder gezeigt. Solch häßliche Effekthascherei war den Machern wichtiger als der Aufbau einer fesselnden Angststimmung. Es liegen in Bezug auf Anspruch und Qualität also Welten zwischen den beiden Filmversionen von Wesley Stricks Drehbuch. "The Good Mother" lohnt nur für den eindrucksvollen Auftritt von Bobby Coleman. Der beim Dreh 8 Jahre junge, fröhliche Kinderschauspieler schlüpft beängstigend gut in die dramatische Rolle des gequälten kleinen Ethan. (Pino DiNocchio)


    662769 DE
    Tonspur: Deutsch / Englisch
    Untertitel: D, E, TUR
    Länge: 90 Min.
    Bild: 16:9 Widescreen 1:1.85
    Extras: Audiokommentar, hinter den Kulissen


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