NENN MICH EINFACH AXEL

  • Film DVD
  • deutsch + dänisch
    85 Min.
    667029 DE

    Originaltitel: Kald mig bare Aksel
    Regie: Pia Bovin
    Musik:  
    Darsteller: Adam Gilbert Jespersen, Nour Abou El-Foul, Nadia Bøggild, Sara Bovin, Sarah Kjaergaard Boberg, Abdel Mahmoud, Murad Mahmoud, Nadim Mahmoud, Imad Abou El-Foul, Raid Sabbah, Jesper Lohmann
    Dänemark 2002

    NENN MICH EINFACH AXEL - Kald mig bare Aksel

    Unter den Freizeitaktivitäten, die der Jugendclub des Stadtteils in den Sommerferien anbietet, sucht sich Aksel den Gesangswettbewerb aus. Dafür haben sich nur noch zwei Mädchen gemeldet. Annika, die im selben Mietshaus wohnt, und Fatima aus der arabischen Familie im Block gegenüber. So richtig Lust hat der 10jährige auf die Mädchengruppe nicht. Lieber würde er etwas zusammen mit den coolen muslimischen Jugendlichen machen. Die findet er nämlich richtig gut. Sie tragen Goldkettchen und fahren schnelle Autos. Aksel beschließt also, auch Muslim zu werden!
    Er klaut seiner großen Schwester Mia ihre Halskette, jetzt sieht er wie ein Muslim aus. Schnell muß Aksel feststellen, daß eine ganze Menge mehr dazu gehört, wenn man ein richtiger Muslim sein will! Fatima und auch die älteren Jungs machen sich zuerst einen Spaß daraus, den kleinen Möchtegern-Muslim mit dummen Ratschlägen zu verarschen.
    Für den Song zum Wettbewerb druckt sich Fatima unerlaubt am Computer das Liebesgedicht aus, welches ihr großer Bruder Ali für seine Freundin geschrieben hat - die zufällig Aksels Schwester ist. Als die Kinder einen streunenden Hund finden, singen sie ihr Lied in der Einkaufspassage, um dabei Geld für Hundefutter zu sammeln. Dummerweise ist auch Ali im Einkaufszentrum und erkennt seinen Text aus dem Mund der kleinen Schwester. Das hat Folgen: Fatima bekommt Hausarrest, der Gesangswettbewerb ist gefährdet.
    Aksel muß etwas unternehmen. Er sucht den Imam der muslimischen Gemeinde auf und bittet ihn, Fatimas Vater umzustimmen. So einfach geht das aber nicht, denn der Imam kann Fatimas Vater nichts vorschreiben. Der Geistliche nimmt sich aber sehr offenherzig dem Wunsch des Jungen an, zum Islam überzutreten. Auch Aksels Vater, der von der Familie getrennt lebt, befürwortet das Vorhaben. Nun lernt Aksel, worauf es wirklich ankommt. Ali führt ihn in die Gebetsbräuche samt der Reinigungen ein und nimmt ihn mit in die Moschee. Aksel gibt sich auch einen neuen Namen: Achmed heißt er jetzt. So einige Dinge im Alltag ändern sich für ihn, weil er viele Vorschriften zu beachten hat, wie beispielsweise kein Schweinefleisch essen oder regelmäßig beten und sich davor zu waschen.
    Nur Fatimas Eltern bestehen auf der Strafe, sie bleibt weiter in ihrem Zimmer eingesperrt. Achmed muß eine List anwenden, um den Auftritt beim Wettbewerb noch zu retten...

    In Dänemark geht man mit Religion bekanntlich sehr humorvoll um. In diesem Kinderfilm wird ein sehr pragmatischer, aufgeklärter Islam gezeigt. Die arabische Familie führt in Dänemark ein recht normales Leben in einer modernen Gesellschaft. Sie haben sich dort integriert, ihre Religion ist dabei kein Hindernis. Bei der Auslegung der Glaubensregeln nehmen sie sich viel Freiheit, um in jeder Lage eine vorteilhafte Lösung zu finden. Der Imam ist weltoffen und tolerant. Mittelalterliche Rückständigkeit oder aggressiven Fanatismus findet man hier nicht. Schließlich glauben Muslims und Christen an denselben Gott, es sind nur einige Äußerlichkeiten in der Ausübung des Glaubens verschieden. Die sind jedoch am Ende gar nicht so wichtig. Vielmehr kommt es darauf an, die Tugenden zu beherzigen, die in beiden Religionen den Menschen ein Leitbild für eine gute Lebensführung geben. (Pino DiNocchio)



    667029 DE
    Tonspur: Deutsch / Dänisch
    Untertitel: E
    Länge: 85 Min.
    Bild: 16:9 Widescreen
    Extras:  


    ©   2007 / 2009 by TAMINGO Media Publishing