NOMAD

  • Film DVD
  • deutsch + englisch
    107 Min.
    669599 DEnicht mehr im Handel
  • Film DVD
  • deutsch + englisch
    107 Min.
    669597 DEnicht mehr im Handel

    Originaltitel: Nomad
    Regie: Sergei Bodrov, Ivan Passer, Talgat Temenov
    Musik: Carlo Soliotto
    Darsteller: Jay Hernandez, Jason Scott Lee, Mark Dacascos, Kuno Becker, Ayanat Ksenbai, Dilnaz Akhmadieva, Azis Beyshinaliev, Archie Kao, Ron Yuan
    Kasachstan / Frankreich 2005

    NOMAD - The Warrior

    Die Nomaden der kasachischen Steppe, Nachfahren vom Volke Dschingis Khans, werden Anfang des 18. Jahrhunderts immer wieder von kriegerischen Reitervölkern überfallen und ausgeplündert. Die Schlimmsten unter ihnen sind die Dschungaren aus der Mongolei. Sehnsüchtig erwarten die Kasachen die Erfüllung einer Prophezeiung: Ein großer furchtloser Krieger möge geboren werden, der die Kasachenstämme vereint, um ihr Land von den Feinden zu befreien.
    Bei einem Angriff der Dschungaren auf eine Karawane, in der sich die Frau des Sultans mit ihrem Neugeborenen befindet, werden alle getötet. Dem Meisterkrieger und Gelehrten Oraz gelingt es, den Säugling unbemerkt aus dem Gemetzel zu retten. Damit niemand erfährt, daß das Kind noch lebt, nimmt Oraz es in seine Obhut und wird sein Lehrer; der Sultan stimmt schweren Herzens zu, denn er weiß, daß sein Sohn im Palast voller Spione und Verräter nicht sicher ist.
    Oraz sucht sich von jedem Stamm einen Jungen aus. Zusammen mit den Waisenjungen Mansur und Erali, deren wahre Identität sonst niemand kennt, bildet er die Knaben zu den besten Kriegern aus. Mansur und Erali wachsen wie Brüder auf. Erst als sie zu Männern geworden sind, erfährt Mansur, daß er der Sohn des Sultans ist.
    Nach der erfolgreichen Abwehr eines Dschungarenangriffs auf die Hauptstadt der Kasachen, bei dem Mansur im Duell den Mörder seiner Mutter tötet, kehrt der Sultanssohn offiziell in den Palast zurück. Er bekommt den Namen Ablai. Auf ihm liegt jetzt alle Hoffnung.
    Überschattet wird das Vorhaben, alle Stämme der Kasachen gemeinsam gegen den Feind ins Feld zu führen, davon, daß Mansur und Erali sich in dieselbe Frau verliebt haben. Gauhar, die sie schon aus Kindheitstagen kennen, hat beider Herzen entflammt. Die Brüder sind sich aber einig, sich deswegen nicht zu entzweien. Voller Edelmut stehen sich die jungen Männer in treuer Freundschaft zur Seite, als Gauhar in einen Hinterhalt gerät und von den Dschungaren entführt wird. Beim Versuch sie zu befreien, geraten zuerst Erali und dann Mansur in Gefangenschaft der Dschungaren. In mörderischen Schaukämpfen müssen sie um ihr Leben und um ihre Freiheit streiten. Sehr zur Verärgerung der Dschungaren bestehen die kasachischen Meisterkrieger jede Prüfung. So müssen am Ende Mansur und Erali mit verbundenen Augen zu einem Zweikampf gegeneinander auf Leben und Tod antreten, ohne daß sie beide wissen, wer ihr Gegner ist...

    Kasachstan schuf sich mit diesem Monumentalfilm ein mythisches Nationalepos für den internationalen Markt, das mit der wahren Geschichte nichts zu tun hat und eben deshalb im eigenen Land bei den Kommentatoren nicht gerade auf Begeisterung stieß. Die kasachischen Stämme waren stets zu uneins, um sich gegen das Vordringen der imperialen Großmächte Rußland und China auf ihr Territorium erfolgreich zu behaupten. Auch nachdem die Chinesen die Reiterhorden der Dschungaren vernichtet hatten, banden sich die kasachischen Khane immer enger an Rußland als Schutzmacht, bis das Land der Kasachen im Zarenreich aufging. Erst mit der russischen Revolution wurde Kasachstan zur Sowjetrepublik und nach Auflösung der Sowjetunion zu einem eigenständigen Staat.
    Ein unterhaltsamer Abenteuerfilm ist trotz historischer Abweichung allemal garantiert. Das Szenario ähnelt im äußeren Erscheinungsbild den Heldenepen aus der Antike. Die aufwendige Produktion läßt die stolzen Reitervölker Zentralasiens zu einem Kriegsspektakel wieder auferstehen. Große Schlachten werden allerdings nicht geboten. Die Kampfhandlungen wirken ein bißchen wie aus der Spardose zusammengeschnitten. Das Budget erlaubte wohl keine richtig opulenten Aufmärsche mit Gedonner und Getöse - weder in echt, noch aus dem Computer.
    Aus dem Auge der Erzählers Oraz entfaltet sich die Geschichte von Mansur und seinem treuen Gefährten Erali, wie sie als kleine Jungen zu besten Freunden werden und sich später die militärische Befreiung ihres Landes vor räuberischen Eindringlingen kreuzt mit der ritterlichen Befreiung ihrer gemeinsamen Geliebten. Ein Stoff, aus dem die Drehbücher des Märchen-Kinos geschrieben sind, nicht aber die Geschichtsbücher. Sieht man hiervon an, so bietet "Nomad" ein gediegenes und im übrigen auch blutloses Abenteuer; die einzige wirklich heftige Szene ist eine Vierteilung. (Pino DiNocchio)


    669599 DE
    Tonspur: Deutsch / Englisch / Kasachisch
    Untertitel: D
    Länge: 107 Min.
    Bild: 16:9 Widescreen 1:2.35
    Extras: Deleted Scenes


    669597 DE - mit Wendecover -
    Tonspur: Deutsch / Englisch / Kasachisch
    Untertitel: D
    Länge: 107 Min.
    Bild: 16:9 Widescreen 1:2.35
    Extras: Wendecover, Deleted Scenes


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