DAS LICHT AUS DEM DIE TRÄUME SIND

  • Film DVD
  • deutsch + gujarati
    112 Min.
    675211 DE

    Originaltitel: Last Film Show
    Filmlänge: DVD 104 Min. ohne Abspann
    Regie: Pan Nalin
    Musik: Cyril Morin
    Darsteller: Bhavin Rabari, Bhavesh Shrimali, Richa Meena, Dipen Raval, Paresh Mehta
    Indien / Frankreich 2021

    DAS LICHT AUS DEM DIE TRÄUME SIND - Last Film Show

    Ein Kinobesuch mit dem Vater entflammt Samays Liebe zum Film. Die bunten bewegten Bilder faszinieren den Jungen in einem kleinen indischen Dorf. Samay beginnt die Schule zu schwänzen, um heimlich in der Stadt ins Kino zu gehen. Dort freundet er sich mit dem Vorführer Fazal an. Im Tausch gegen das köstliche Mittagessen seiner Mutter, das ihm täglich als Verpflegung für die Schule mitgegeben wird, darf der Junge Filme vom Vorführraum aus mit anschauen. Bald weiß der schlaue Junge alles über die Bedienung der gewaltigen Filmprojektoren.
    Wenig begeistert von Samays neuer Leidenschaft ist sein Vater. Der ist Teeverkäufer an einer Eisenbahnstation. Samay hilft nach der Schule beim Verkauf des Heißgetränks an Passagiere im Zug. Als Samay herausfindet, daß in den Metallkästen, welche regelmäßig durch die Poststelle des Bahnhofs gehen, Filmrollen von einem Kino zum nächsten verschickt werden, bricht er mit seinen Freunden in die Station ein und entwendet die Rollen. Mit seiner Schwärmerei für Filme bringt er die Jungs dazu, an ihrem Geheimplatz in einem verfallenen Haus aus gesammelten Schrotteilen einen eigenen Projektor zu basteln, mit dem sie die gestohlenen Filmrollen ansehen wollen. Ihr eigenes Kino auf die Beine zu stellen, erfordert viel experimentelle Kreativität. Alles hat mit Licht und mit Mechanik zu tun. Die Gesetze der Physik muß Samay selbst erforschen und zur praktischen Anwendung bringen...

    Mit einem Schlag erschüttert die moderne Welt das Kino in der Provinzstadt. Die alten Geräte aus dem 20. Jahrhundert wird durch digitale Technik ersetzt. Vorführer Fazal hat nun keinen Job mehr. Die Projektoren und die unzähligen Filmrollen werden abtransportiert. Samay folgt den Lastwagen bis in die Höllenfabrik, wo die liebgewonnenen Zaubermittel aus dem Kino ein grausames Schicksal erleiden. Ökologisch sinnvoll, aber emotional schmerzhaft ist das Recycling des ausgedienten Equipments zu Rohstoffen für zumindest teilweise fragwürdige andere Produkte. Aus dem eingeschmolzenen Zelluloid werden knallbunte Plastiksonnenbrillen! Samay blutet das Herz.

    Übrigens hat schon der französische Filmpionier Georges Méliès nach dem Niedergang seines Studios im Ersten Weltkrieg einen Großteil seiner Filmrollen zu Damenschuhen verarbeiten lassen.
    "Cinema Paradiso" auf indisch: Tornatores Meisterwerk erhält einen ebenbürtigen Zwilling. Der französische Filmkomponist Cyril Morin schuf einen betörenden Score aus mystischen Klängen und Elementen indischer Musik. Die Magie des Mediums Film an sich und die Magie der fröhlichen Kinder in der flimmernden Hitze des tropischen Subkontinents harmonieren auf wundervolle Weise. Die krassen Gegensätze Indiens muß man aushalten, denn träumerische Schönheit und hartes Leid liegen hier auf Sichtweite beeinander. Wer diesen betörenden Film sieht, der erblickt tatsächlich "Das Licht, aus dem die Träume sind". (Pino DiNocchio)



    675241 DE
    Tonspur: Deutsch / Gujarati (indische Sprache)
    Untertitel: D
    Länge: 112 Min.
    Bild: 16:9 Widescreen 1:2.35
    Extras:  
    - minus - Covermotiv mit Zensurzeichen überdruckt


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