ROMA

  • Film DVD
  • spanisch
    134 Min.
    deutsche Untertitel
    675912 DE
  • Film BLU-RAY
  • spanisch
    140 Min.
    deutsche Untertitel
    775912 DE

    Originaltitel: Roma
    Filmlänge: BD 125 Min. ohne Vor- und Abspann
    Regie: Alfonso Cuaron
    Musik:  
    Darsteller: Yalitza Aparicio, Marina de Tavira, Diego Cortina Autrey, Carlos Peralta, Marco Graf, Daniela Demesa, Nancy García García, Verónica García, Fernando Grediaga, Jorge Antonio Guerrero, Andy Cortés
    Mexiko 2018

    ROMA

    Aus der Perspektive eines jungen Dienstmädchens beobachtet der Film den Alltag einer wohlhabenden bürgerlichen Familie in Mexico Stadt in den Jahren 1970/71. Es ist zugleich Cleos eigene Geschichte. Sorgenvoll vertraut sie sich ihrer Dienstherrin an. Cleo ist schwanger. Der Kerl macht sich aus dem Staub. Senora Sofia reagiert warmherzig und unterstützt Cleo, kennt sie doch die Männer nur zu gut. Die Mutter von vier Kindern wurde gerade von ihrem Gatten verlassen. Offiziell befindet sich der Papa auf einer längeren Dienstreise in Kanada, doch Sofia weiß es besser. Er hat sich mit seiner Geliebten abgesetzt.
    Ihre Stimmung schwankt zwischen Verzweiflung und Erleichterung. Sie kann ihr Leben neu ausrichten, aber sie muß auch die finanzielle Last allein tragen. Ständig toben die Kinder lärmend durchs Haus. Sie vermissen den Vater. Sie hängen auch sehr an Cleo, deren Stellung trotz Schwangerschaft nie in Frage steht.
    An Sylvester fährt die Familie samt Dienstpersonal zu Verwandten aufs Land. Viele Kinder, Hunde, verrückte Brauche - der Zuschauer durchwandert mit Cleo verschiedene Milieus der mexikanischen Gesellschaft. Cleo, das indigene Bauernmädchen vom Dorf, dessen Mutter von der Regierung ihres Landes beraubt wird, arbeitet bei reichen Leuten in der Stadt. Beim Einkauf gerät sie in einen Aufruhr, als eine Studentendemonstration von der Polizei und rekrutierten zivilen Schlägertrupps brutal niedergeknüppelt und niedergeschossen wird. Hin und wieder bebt unter Mexiko Stadt die Erde.
    Sofia und Cleo, zwei Frauen aus unterschiedlichen Verhältnissen, Herrin und Dienerin, sind sich durch ein gemeinsames Schicksal eng verbunden. Am Ende unternimmt Sofia mit Cleo und den Kindern einen Ausflug ans Meer, um ihnen die Veränderung anzukündigen, daß der Vater nicht zurückkommen wird.

    Mit den Streamingdiensten sind neue Player in die Filmindustrie eingetreten. Erstaunlich ist, daß ein Unternehmen wie Netflix nun auch künstlerische Filme mit wenig kommerziellem Umsatzpotential produziert. Roma ist der Name eines Stadtviertels der Mittelschicht in Mexikos Hauptstadt. Hier läßt Regisseur Alfonso Cuaron seine autobiografisch durchsetzte Betrachtung eines familiären Mikrokosmos in schwarz-weißen Cinemascope Bildern spielen. Mit Anklängen an den europäischen Neorealismus setzt dieses Werk einen völligen Kontrast zu den Scifi und Fantasy Blockbustern, mit denen der Mexikaner bisher international bekannt geworden war. Stilistisch arbeitet Cuaron hier konsequent mit langen Einstellung in der Totalen. Er zeigt weite Räume, innen und außen, durch die sich die Figuren bewegen, ohne daß die Kamera ihnen nervös folgen muß.
    Ergänzend zu Originalschauplätzen ließ Cuaron von den Kulissenbauern auf dem Studiogelände die Orte seiner Kindheit bis ins kleinste Detail historisch nachbauen. Gebäude, Plätze, Geschäfte, ganze Straßenzüge wurden nach seinen Erinnerungen präzise rekonstruiert, am Computer zusammengefügt und von Statisten mit einem authentischen Mix aus Passanten belebt. Dramaturgischer Höhepunkt ist die Nachstellung der Straßenschlacht vom 10. Juni 1971, als eine Demonstration von Studenten, die mehr Demokratie forderten, gewaltsam niedergeschlagen wurde. Ein denkwürdiger Tag in der Geschichte des Landes.
    Bei der Besetzung der Kinderrollen stellte Cuaron Laiendarsteller vor die Aufgabe, die häuslichen Szenen so unbekümmert zu spielen, daß es halbdokumentarisch wirkt. Ein Drehbuch mit genauen Dialogvorgaben gab es nicht. Neben Diego Cortina Autrey und Carlos Peralta, die die wortkargen Brüder Toño und Paco spielen, hat Marco Graf als Pepe, der lebhafte jüngste Sproß der Familie, die längsten Parts. Pepe ist auch der Anhänglichste an Cleos Seite. Leben und Tod, Ende und Neuanfang schweißen Sofia und die vier Kinder mit Cleo zusammen. (Pino DiNocchio)



    675912 DE
    Tonspur: Spanisch
    Untertitel: D, E + 8 weitere
    Länge: 134 Min.
    Bild: 16:9 Widescreen 1:2.39 - s/w
    Extras: Spanische Audiodeskription, "Road to Roma": Making of Feature (62 Min.), Snapshots: Behind the scenes Feature mit Footage + Interviews, Postproduction process: The Look of Roma + The Sound of Roma, Theatrical Tour
    - minus - Covermotiv mit Zensurzeichen überdruckt


    775912 DE
    Tonspur: Spanisch
    Untertitel: D, E + 8 weitere
    Länge: 140 Min.
    Bild: 16:9 Widescreen 1:2.39 - s/w
    Extras: Spanische Audiodeskription, "Road to Roma": Making of Feature (62 Min.), Snapshots: Behind the scenes Feature mit Footage + Interviews, Postproduction process: The Look of Roma + The Sound of Roma, Theatrical Tour
    - minus - Covermotiv mit Zensurzeichen überdruckt


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