DAS HAUS DER GEHEIMNISVOLLEN UHREN

  • Film DVD
  • deutsch + englisch
    102 Min.
    676609 DE
  • Film BLU-RAY
  • deutsch + englisch
    105 Min.
    776609 DE

    Originaltitel: The House With a Clock in its Walls
    Filmlänge: BD 98 Min. ohne Abspann
    Regie: Eli Roth
    Musik: Nathan Barr
    Darsteller: Owen Vaccaro, Jack Black, Cate Blanchett, Sunny Suljic, Colleen Camp, Lorenza Izzo, Braxton Bjerken, De'Jon Watts, Vanessa Anne Williams, Ignatius Martin Upton, Kyle MacLachlan, Renee Elise Goldsberry
    USA / Kanada 2018

    DAS HAUS DER GEHEIMNISVOLLEN UHREN
    The House With a Clock in its Walls

    Nach dem Tod seiner Eltern zieht der 10jährige Lewis zu seinem Onkel Jonathan in das Städtchen New Zebeedee, das so verschroben ist wie der Onkel selbst. Dieser bewohnt eine enorm große alte Villa, die anmutet wie ein Zauberschloß. Vieles in dem unheimlichen Haus besitzt ein Eigenleben. Bilder verändern sich, das Mobiliar bewegt sich. Am geheimnisvollsten ist eine Uhr, die irgendwo in dem riesigen Gemäuer versteckt ist und unablässig tickt. Vergeblich hat Jonathan nach ihr gesucht. Der Vorbesitzer des Hauses, der Hexer Isaac Itzard hatte die verhexte Uhr eingemauert. Nun erfährt Lewis, daß auch sein Onkel ein Hexer ist, ebenso wie dessen beste Freundin und Nachbarin Florence Zimmerman. Natürlich möchte jetzt auch Lewis das Zaubern erlernen. Fleißig studiert er Regale voller Zauberbücher.
    In der Schule findet Lewis keinen Anschluß, weil er so seltsam wirkt und keinen Ball fangen oder werfen kann. Ausgerechnet Tarby, der beliebteste Junge der Schule, freundet sich mit ihm an. Er gibt sich aber nur mit Lewis ab, weil er sich gerade den Arm gebrochen hat und beim Sport nicht mitmachen kann. Kaum ist der Gips ab, will Tarby von dem Neuen schon nichts mehr wissen. Um sich die Freundschaft zu erhalten, verrät Lewis ihm das Geheimnis, daß er und sein Onkel zaubern können. Er lockt Tarby mit dem Versprechen, er könne Tote erwecken. Lewis ahnt nicht, was er mit seinem dilettantischen Hokuspokus auf dem Friedhof anrichtet. Die zwei Jungen erschrecken bis aufs Mark. Danach werden Lewis und Jonathan zu Gejagten. Sie müssen die verhexte Uhr finden und zerstören. Das ist der einzige Weg, die Vernichtung der Welt aufzuhalten...

    Im Buch ist Lewis ein unsportliches Pummelchen, wofür er von den anderen Kindern verspottet wird. Im Film hat man auf diese Eigenschaft verzichtet, scheinbar aber nur, weil Owen Vaccaro für die Rolle schauspielerisch besser geeignet war als sein übergewichtiger Mitbewerber. Davon berichtet Eli Roth im Audiokommentar. Da verrät er auch, daß Cate Blanchetts jüngster Sohn Iggy einen kleinen Auftritt hat.
    Lewis eine normale Figur zu geben, ist eine angenehme Entscheidung, jedoch bei weitem nicht die einzige Änderung an der Romanvorlage. Einige Kapitel wurden zur Raffung weggelassen, andere Ereignisse in der zeitlichen Abfolge umgestellt. Vor allem aber wurde jede Menge dazuerfunden, was nicht im Roman steht. Teils um den Gruselfaktor zu steigern, teils um das melodramatische Klischee des Waisenjungen zu bedienen, der sich seine toten Eltern zurückwünscht.
    Jack Black ist natürlich wie gemacht für den Part des schrulligen Hexers Jonathan Barnavelt. In der Rolle von Tarby sehen wir mit dem verführerischen Sunny Suljic einen aufstrebenden Jungschauspieler, hübsch gestylt im Look der 50er Jahre. Im Buch beginnt die Geschichte 1948, im Film ein paar Jahre später. Bis auf die Automodelle und die Milchbar ist von der Zeitepoche nicht viel zu sehen.
    Das Haus ist der primäre Schauplatz. Es ist vielfältig animiert, als wäre es ein eigenständiges Lebewesen. Die filmische Umsetzung hat mehr aus der vergleichsweise schlichten Erzählung rausgeholt, als die Buchvorlage hergibt. Die Spezialeffekte dominieren die Handlung. So verselbständigt sich mit den auf unzähligen Tricks und Gags von herumtanzenden Gegenständen getrimmte Interpretation und entfernt sich immer weiter von dem 1973 von John Bellairs veröffentlichten Roman. Der Film spinnt sich eine ganz andere Story zusammen, die sichtlich mehr die Sehgewohnheiten und dämonischen Horrorkonventionen des 21. Jahrhunderts bedient.
    Obwohl die Geschichte in Michigan verortet ist, wirkt sie bis zur Mitte des Films recht britisch, was sich wahrscheinlich darin begründet, daß Nordamerika nicht die kulturelle Tradition besitzt, in der sich die geheime Magie über Jahrtausende entwickelt hat. Zwar sind auch Zauberer kosmopolitischer geworden, doch ein Geisterhaus gehört nun mal nach England.
    in der zweiten Hälfte galoppiert der Film dann eher in einer für Hollywood typischen Gangart. Eli Roth implementiert eine Vielzahl von Andeutungen an Horrorfilme der 1970er und 80er Jahre. Am Ende geht mit ihm wirklich der Gaul durch. Das Finale verstört mit völlig absurden Bildern und Geschehnissen, die so im Buch nie vorkommen. (Pino DiNocchio)



    676609 DE - mit Wendecover -
    Tonspur: Deutsch / Englisch / Französisch / Russisch
    Untertitel: D, E + 2 weitere
    Länge: 102 Min.
    Bild: 16:9 Widescreen 1:2.39
    Extras: Wendecover, Audiokommentar, Alternativer Anfang, unveröffentliche Szenen, Gag Reel, Features


    776609 DE - mit Wendecover -
    Tonspur: Deutsch / Englisch / Französisch / Russisch
    Untertitel: D, E + 2 weitere
    Länge: 105 Min.
    Bild: 16:9 Widescreen 1:2.39
    Extras: Wendecover, Audiokommentar, Alternativer Anfang, unveröffentliche Szenen, Gag Reel, Features


    ©   2018 / 2019 by TAMINGO Media Publishing