RICKY - NORMAL WAR GESTERN

  • Film DVD
  • deutsch
    85 Min.
    677169 DE

    Originaltitel: Ricky - normal war gestern
    Filmlänge: DVD 81 Min. ohne Abspann
    Regie: Kai S. Pieck
    Musik:  
    Darsteller: Rafael Kaul, Jordan Elliot Dwyer, Merle Juschka, Paul Maximilian Schüller, Petra Kleinert, Laszlo I. Kish, Hoang Dang-Vu, Kai Schumann, Dennis Kamitz, Samuel Hummel, Timothy Peach
    Deutschland 2013

    RICKY - NORMAL WAR GESTERN

    Seinen großen Bruder Micha bewundert der 10jährige Ricky als cooles Vorbild und fürchtet ihn zugleich als fiesen Tyrannen. So ambivalent ihr Verhältnis in den endlosen Machtspielen auch sein mag, zwischen die Brüder kann nichts kommen, nicht mal ein Mädchen. Davon erzählt der Film.
    Die Eltern kämpfen mit der kleinen Tischlerwerkstatt in einem ostdeutschen Dorf um die Existenz, während ihre Söhne nur Träumereien im Kopf haben. Schulabbrecher Micha hängt nur mit seiner Mofagang herum und glaubt Automechaniker werden zu können. Zum Einstieg in den elterlichen Betrieb hat der Teenager keinen Bock.
    Ricky will Kung Fu Meister werden und trainiert im Kornfeld mit dem imaginären chinesischen Jungen Xi Lao Peng, der sein Lehrer ist. Immerhin zeigt der Kleine Interesse am Handwerk und hat ein gutes Händchen für Holz.
    Der Wettstreit zwischen den Brüdern nimmt Fahrt auf mit dem Zuzug des Mädchens Alex in den Ort. Micha setzt seinen kleinen Bruder darauf an, alles über Alex herauszufinden, damit er seine Chance bei ihr optimieren kann. Im Gegenzug sichert er Ricky zu, dafür zu sorgen, daß seine sadistischen Kumpels Dennis und Justin ihn in Ruhe lassen. Dumm nur, daß Ricky sich bei seinem Job Alex auszukundschaften selbst in sie verknallt...

    Das Verhältnis der Brüder reicht von Rivalität bis Loyalität. Sie hängen trotz aller Differenzen aneinander. Der kluge Ricky hat meistens die Oberhand. Er ist dem älteren aber einfältigen Micha geistig überlegen. Das erlaubt ihm auch, sich gegenüber Micha immer fair zu verhalten. Bemerkenswert vor allem, wie viel feinfühliges Verständnis Ricky für den Kummer des großen Bruders aufbringt, und wie solidarisch er sich auch in Momenten verhält, wo man es von ihm nicht erwarten würde, weil Micha ihn so herablassend behandelt. Ricky findet immer eine Lösung für seine Probleme, und manchmal auch für die von Micha oder die seines Vaters. Der Vater läßt den Frust über die finanziellen Schwierigkeiten seiner Firma am älteren Sohn aus, den er als Versager niedermacht. Micha gibt den Frust an den kleinen Bruder weiter. Und der besitzt die Stärke, sich gegen die Kette zu stemmen und die zu sprengen.
    In der Charaktergestaltung der Figuren arbeitet das Drehbuch mit Andeutungen an andere Genres. Micha und seine Gang sind ein bißchen den Gestalten aus einem Western nachempfunden. Das ergänzt die Fantasie von Ricky als Kung Fu Kämpfer.
    Die Kamera arbeitet mit vielen unterschiedlichen Perspektiven sowie mit Blend- und Unschärfeeffekten. Das schafft einen abwechslungsreichen Fluß mit schönen Bildern. Der junge Hauptdarsteller Rafael Kaul spielt den schlagfertigen Ricky mit höchster Überzeugungskraft. Auch bei den Außenaufnahmen zeigt Rafael unerschrockenen sportiven Einsatz. (Pino DiNocchio)



    677169 DE - mit Wendecover -
    Tonspur: Deutsch
    Untertitel: E
    Länge: 85 Min.
    Bild: 16:9 Widescreen 1:1.85
    Extras: Wendecover; Deleted Scenes, Casting, B-Roll


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