WEIL ICH SCHÖNER BIN

  • Film DVD
  • deutsch
    81 Min.
    678971 DE

    Originaltitel: Weil ich schöner bin
    Regie: Frieder Schlaich
    Musik:  
    Darsteller: Mariangel Böhnke, Mira Aring, Lavinia Wilson, Angeles Aparicio, Andrea Sánchez del Solar, Anton Buchenhorst, Altaïr Jugo-Anka, Mario Golden, Ansgar Göbel, Tom Lass
    Deutschland 2012

    WEIL ICH SCHÖNER BIN

    Ein ganz normales Leben in Deutschland. Charo, das hübsche Mädchen mit dem dunklen Teint und den schwarzen Haaren geht in die 6. Klasse, spricht fließend Deutsch, hat eine beste Freundin. Niemand weiß, daß Charo mit ihrer Mutter Ines und den jüngeren Geschwistern seit 8 Jahren illegal in Deutschland lebt. Die Kolumbianer waren als Touristen eingereist und einfach im Land geblieben. Die Angst vor der Entdeckung begleitet jeden Tag. Sie ist nicht unbegründet. Bei ihrem Putzjob in einer Privatwohnung geht Ines der Polizei ins Netz. Die Kinder verstecken sich bei Amanda, einer Freundin der Mutter, ebenfalls Kolumbianerin. Eine Anwältin hilft, Ines kommt wieder frei. Charo muß nach außen weiter den Schein wahren, als wäre alles in Ordnung. Freundin Laura wird mißtrauisch. Die Mädchen treiben den üblichen Unfug von Teenagern. Laura erfährt die Wahrheit. Sie will helfen, daß ihre Freundin bleiben kann. Charo tut sich schwer, die Hilfe anzunehmen, hat sie doch zugleich enormen Stress mit ihrer Mutter. Ines will nach dem Schrecken nämlich mit der Familie lieber zurück nach Kolumbien...

    Prima gespielt von den Mädchen Mariangel Böhnke und Mira Aring. Eine eigentlich typische Teenager Story, wenn da nicht eine politische Falltür wäre.
    Was der Film sagen will: Es geht nicht, gut integrierte Zuwanderer nach vielen Jahren des Landes zu verweisen, bloß weil sie nicht die richtigen Papiere haben. Was der Film nicht sagt: Es geht nicht, daß die halbe Weltbevölkerung sich bloß aus Gier nach luxuriöseren Lebensverhältnissen ungebeten in Deutschland einnistet. Die Gründe für die illegale Einwanderung der kolumbianischen Familie werden nicht genannt. Politische Verfolgung, mithin der einzige legitime Asylgrund, ist es jedenfalls nicht.
    Dann taucht da gegen Ende plötzlich ein Vater auf, auch Kolumbianer, von dem sich Ines getrennt hatte. Der ist in Deutschland ein erfolgreicher Geschäftsmann geworden. Eine seltsame Konstellation ist das. Der Film versucht mit der emotionalen Überhöhung eines sympathischen Einzelschicksals Stimmung pro illegale Einwanderung zu machen. Wenn das Bemühen um Verständnis und Toleranz gegenüber wirklichen Flüchtlingen durch so unlautere Methoden mit dem Werben für unbegrenzte Aufnahme von ausländischen Wirtschaftsmigranten verquickt wird, braucht sich niemand über verhärtete Fronten wundern. (Pino DiNocchio)


    678971 DE
    Tonspur: Deutsch
    Untertitel: E
    Länge: 81 Min.
    Bild: 16:9 Widescreen 1:1.85
    Extras: Features: „Kinder ohne Papiere“, „Die wahre Geschichte der Valentina R.“, Casting: Charo und Laura, Trickfilm-Clip, Making Of-Clip, Kostümbild-Anschlussfotos, Outtakes, Trailer + 24seitiges Unterrichtsmaterial als PDF + 12seitiges Booklet


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