MONDKALB

  • Film DVD
  • deutsch
    98 Min.
    680029 DEnicht mehr im Handel

    Originaltitel: Mondkalb
    Regie: Sylke Enders
    Musik:  
    Darsteller: Juliane Köhler, Axel Prahl, Leonard Carow, Udo Schenk, Ronald Kukulies, Niels Bormann, Gabriele Grawe, Isabelle Ertmann, Christina Wilcke, Frank Hildebrandt
    Deutschland 2007

    MONDKALB

    Nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis bezieht Alexandra das leerstehende Haus, das ihrer Großmutter gehört hatte. Sie will dort für sich allein sein, um ganz in Ruhe mit ihrem Leben neu anzufangen.
    Noch während sie am Auspacken ist, taucht ein Junge aus der Nachbarschaft auf. Der 12jährige streunt durch den Garten und schleicht wortlos im Haus herum, ohne die neue Bewohnerin überhaupt zu beachten. Alex scheucht den fremden Jungen harsch fort. Aber bald ist er wieder da. Tom redet nicht viel. Er konfrontiert die ihm unbekannte Frau, die sich an seinem Spielplatz einquartiert hat, einfach mit seiner stummen Anwesenheit und dem Verlangen, wahrgenommen zu werden.
    Bald lernt Alex auch Toms Vater kennen, der sich für das Verhalten seines Sohnes entschuldigt, aber auch einen ziemlich hilflosen Eindruck macht. Der verwitwete Piet hat es nicht leicht mit dem Jungen. Voller gutgemeinter Hilfsbereitschaft drängt sich Piet der neuen Nachbarin auf. Er ist ein netter Kerl, aber ihr geht das alles ein bißchen zu schnell, und Piet versteht, daß er lieber einen Gang runterschalten sollte.
    Tom hingegen läßt sich nicht so leicht abschütteln. Er hängt ihr förmlich am Rockzipfel. Alex merkt schnell, daß der Junge Probleme hat. Sein teilweise penetrantes Verhalten deutet sie als Hilferuf. Er sehnt sich nach Zuwendung. Er scheint in ihr die mütterliche Person zu sehen, die ihm so sehr fehlt. Ob sie diese Rolle überhaupt haben möchte, dieser Gedanke kommt dem Kind nicht. Bei ihrer eigenen Tochter hatte Alex als Mutter versagt, der Kontakt zu ihrer Familie ist abgebrochen. Wieso sollte sie jetzt in der Lage oder überhaupt gewillt sein, sich um einen schwierigen Jungen und dessen überforderten Vater zu kümmern?
    Langsam gibt sie Piets Werben nach, denn dieser macht ihr immer deutlicher, daß er ernsthaft an ihr als Frau interessiert ist. Auch mit Tom versteht sie sich gut. Der verschlossene Junge blüht bei gemeinsamen Unternehmungen richtig auf. Zaghaft bahnt sich ein neues Familienglück an. Niemand bemerkt, daß Tom noch immer eine tiefe Frustration in sich trägt, obwohl er unübersehbare Alarmsignale aussendet. Bis es zur Katastrophe kommt: Beim Zündeln steckt der Junge das Auto seines Vaters in Brand. Jetzt verliert Piet die Kontrolle über sich...
    Alle Hoffnungen brechen mit einem Schlag in sich zusammen. Alex ist schockiert. Tom ist verzweifelt...

    Drei fragile Personen kommen zusammen und stützen sich gegenseitig. Doch ihre Beziehung scheitert. Die Ereignisse eskalieren, führen aber dann für die Beteiligten zu einem heilsamen Schock. Als sich Alex, Piet und Tom endlich darüber klar werden, daß sie ihre Zukunft zu dritt gestalten wollen, ist es dafür zu spät. Zu viel ist zerstört worden, was sich nicht mehr rückgängig machen läßt. Das tragische Opfer ist das Kind, dem seine eigene Entscheidungsfreiheit von höherer Macht aberkannt wird. Der Zuschauer spürt am eigenen Leib die Ohnmacht, mit welcher Tom, Piet und Alex zurückbleiben. (Pino DiNocchio)


    680029 DE
    Tonspur: Deutsch
    Untertitel: D
    Länge: 98 Min.
    Bild: 16:9 Widescreen 1:1.85
    Extras:  


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