THE ROAD

  • Film DVD
  • englisch
    108 Min.
    ohne deutsche Untertitel
    686828 UKnicht mehr im Handel
  • Film DVD
  • deutsch + englisch
    108 Min.
    686829 DE
  • Film BLU-RAY
  • deutsch + englisch
    112 Min.
    786829 DE

    Originaltitel: The Road
    Filmlänge: DVD 100 Min. / BD 104 Min. ohne Abspann
    Regie: John Hillcoat
    Musik: Nick Cave
    Darsteller: Viggo Mortensen, Kodi Smit-McPhee, Charlize Theron, Robert Duvall, Guy Pearce, Molly Parker, Michael K. Williams, Garret Dillahunt
    USA 2009

    THE ROAD

    In einer postapokalyptischen Welt wandern ein Mann und ein Junge im täglichen Überlebenskampf durch die entvölkerte Einöde. Die Städte liegen in Trümmern. Die Natur ist komplett abgestorben, Pflanzen und Tiere gibt es nicht mehr. Eine Ascheschicht bedeckt die Erdoberfläche. Ein schwarzgrauer Himmel hüllt den Planeten in ewige Trübnis, niemals mehr dringt ein Sonnenstrahl hindurch, die Luft wird immer kälter.
    Der Vater und sein Sohn ziehen schon seit Jahren durch das verwüstete Land. Der ganze Lebenswille des Mannes speist sich aus dem einzigen Wunsch, seinen Sohn zu beschützen und ihm das Überleben zu sichern. Der Junge kennt kaum mehr ein anderes Leben als dieses. Die Erinnerung an die Mutter ist bereits verblaßt.
    Anderen Menschen gehen die beiden stets aus dem Weg. Jeder Bissen Eßbares ist kostbar, und niemand hat etwas abzugeben. Manche Menschenhorden hat der Hunger zu Kannibalen gemacht. Man kann keinem mehr trauen. Der Freitod von eigener Hand wäre die bessere Wahl, sollte es bei einem Zusammentreffen mit Menschenfressern einmal keinen anderen Ausweg geben. Der Vater schärft seinem Sohn Tag für Tag ein, daß sie beide welche von den Guten sind, die ihre Menschlichkeit behalten wollen. Doch für Mitgefühl mit anderen Leidenden läßt die Not keinen Raum. Nur als kompromißloser Einzelgänger kann man sein eigenes Überleben sichern. Dieser strikten Haltung steht der Wunsch des Jungen entgegen, mit anderen Menschen Kontakt aufzunehmen. Als den Vater die Kräfte verlassen, muß der Junge eine Entscheidung treffen, welchen Weg er in dieser feindseligen Welt nehmen will...

    Fast wie ein Kammerspiel mutet die einsame Wanderung von Vater und Sohn an. Namen haben die Figuren nicht. Sie brauchen in der kargen Zweisamkeit auch keine. Es gibt nur flüchtige Begegnungen mit anderen Menschen, und es gibt einige Rückblenden, wo sich der Mann an die Zeit mit seiner Frau erinnert. Sie hatte nach der Katastrophe die Hoffnung verloren und die Familie alleingelassen. Die Weltuntergangskatastrophe selbst ist nur schemenhaft in den Erinnerungen des Mannes angedeutet. Dem Anschein nach war es der Atomkrieg. Als einzige Spezies überleben einige Menschen, weil sie noch über konservierte Nahrungsvorräte verfügen.
    Gefilmt wurden die Ansichten der zerstörten Erde an verschiedenen Originalschauplätzen von echten Naturkatastrophen in den USA, unter anderem am explodierten Vulkan Mount St. Helens und in New Orleans nach dem Hurricane. Doch bis auf die Drehorte ist "The Road" im Kern eigentlich ein australisches Werk. Es ist die erste US-Produktion des gebürtigen Australiers John Hillcoat. Die Musik stammt von seinem langjährigen Freund und Landsmann Nick Cave.
    Vor der Kamera an der Seite von Viggo Mortensen spielt Australiens Nachwuchstalent Kodi Smit-McPhee den tapferen Jungen. Beide gehen hart an ihre Grenzen. Viggo ist dafür bekannt, daß er beim Dreh keine körperliche Herausforderung scheut. Als unrasierter, durch die Landschaft streichender Kapuzenmann sieht er in seiner Kutte wieder so vertraut aus, wie man ihn aus seiner Verkörperung des Aragorn kennt. Auch Kodi zeigt in der recht statisch angelegten Rolle ein sehr nuanciertes Schauspiel. Sein intuitives Verständnis für die Situation, in der sich die Figur des Jungen befindet, läßt Kodi greifbar in diesem Charakter aufgehen.
    Anders als die üblichen Actionstreifen, die für das Endzeit Genre typisch sind, behandelt "The Road" die moralische Frage des Überlebens. Vater und Sohn haben dabei durchaus unterschiedliche Meinungen. Gemeinsam ist ihnen nur das nahezu religiöse Dogma, sich niemals dem Kannibalismus zu ergeben. Der Vater hat sich strenge Prinzipien zurechtgelegt. Er ist nicht bereit, anderen Bedürftigen etwas abzugeben, weil er die Überlebenschancen jedes Einzelnen gegeneinander aufrechnet. Es wäre Verschwendung und eine Schwächung der eigenen Ressourcen, wenn man einem Menschen etwas von seinen Vorräten gäbe, der sowieso nicht durchkommen wird. Das auf abstraktem Ausgleich beruhende Solidaritätsprinzip, nach dem Geben und Nehmen sich irgendwie aufwiegen, funktioniert in der entvölkerten, sterbenden Welt nicht mehr. Diesen brutalen Realismus des Vaters kann der Sohn noch nicht verstehen. Der Junge sehnt sich geradezu instinktiv nach sozialen Kontakten. Der Mensch ist genetisch ein Rudeltier, und sich mit Artgenossen zusammenzugesellen und sich gegenseitig zu helfen, liegt in seiner Natur. Diesem emotionalen Programm folgt der Junge, wenn er sich immer wieder gegen die harten Entscheidungen seines Vaters auflehnt. Der Junge ist engelsgleich der Hoffnungsträger der Menschheit. Ihn mit seinem reinen Herzen als Lichtgestalt in eine Welt des Neubeginns zu führen, das ist die letzte Mission des Vaters, dafür opfert er sich. (Pino DiNocchio)



    686828 UK
    Tonspur: Englisch
    Untertitel:  
    Länge: 108 Min.
    Bild: 16:9 Widescreen 1:2.35
    Extras:  


    686829 DE - mit Wendecover -
    Tonspur: Deutsch / Englisch
    Untertitel: D
    Länge: 108 Min.
    Bild: 16:9 Widescreen 1:2.35
    Extras: Widescreen; Audiokommentar des Regisseurs; Making Of


    786829 DE - mit Wendecover -
    Tonspur: Deutsch / Englisch
    Untertitel: D
    Länge: 112 Min.
    Bild: 16:9 Widescreen 1:2.35
    Extras: Widescreen; Audiokommentar des Regisseurs; Making Of


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