DER BIBER

  • Film DVD
  • deutsch + englisch
    87 Min.
    687449 DE
  • Film BLU-RAY
  • deutsch + englisch
    91 Min.
    787449 DE

    Originaltitel: The Beaver
    Filmlänge: 82 Min. ohne Abspann
    Regie: Jodie Foster
    Musik:  
    Darsteller: Mel Gibson, Jodie Foster, Anton Yelchin, Riley Thomas Stewart, Cherry Jones, Jennifer Lawrence, Zachary Booth
    USA 2011

    DER BIBER - The Beaver

    Spielzeugfabrikant Walter Black hat schwere Depressionen. Die meiste Zeit schläft er nur noch, um seine jämmerliche Existenz nicht ertragen zu müssen. Seine Firma dümpelt führungslos vor sich hin. Die Familie leidet, besonders die zwei Söhne. Ehefrau Meredith zieht endlich die lange überfällige Konsequenz und setzt den kranken Gatten vor die Tür, bevor die Kinder ernstlich Schaden nehmen.
    Walter hält sich für einen totalen Versager. Sogar beim Versuch, sein Leben selbst zu beenden versagt er kläglich. Eine Handpuppe, die Walter in einer Mülltonne findet, ändert plötzlich alles. Es ist ein Biber. In dem Stofftier erblickt Walter die Chance, sich von seiner gestörten Selbstwahrnehmung zu befreien. Von dem Moment an trägt er die Biberpuppe über der linken Hand und läßt sie zu sich reden. Auch zu seinen kopfschüttelnden Mitmenschen spricht er nur noch durch die Puppe. Walter gibt es nicht mehr. An dessen Stelle agiert jetzt der Biber.
    Der kleine Sohn Henry findet den Biber cool. Der 7jährige ist glücklich, daß sein Papa wieder mit ihm redet und mit ihm spielt, auch wenn er sich dabei durch eine Handpuppe artikuliert. Meredith schwankt zwischen Verständnis und Entrüstung. Sie hat aber keine andere Wahl als den Biber zu akzeptieren. Selbst im Bett, wenn sie mit ihrem Mann schläft, ist der Biber dabei.
    Der große Sohn Porter, der sich schon die ganze Zeit zwanghaft dabei überwacht, bloß keine einzige verhaßte Gewohnheit oder neurotische Verhaltensweise seines Vaters anzunehmen, kehrt sich angewidert ab.
    Auch in seiner Firma tritt Walter mit der Handpuppe auf. Seine staunenden Angestellten erfahren, daß anstelle von Walter jetzt der Biber ihr Chef ist. Manche halten es für einen Jux, andere zweifeln am Verstand. Die neuen Biber-Spielzeug Kreationen versprechen jedenfalls ein Verkaufsschlager zu werden. Mit dem Unternehmen geht aufwärts. In der Person des Bibers nimmt Walter wieder aktiv am Leben teil. Doch der Biber wird so dominant, daß Walter völlig und für immer zu verschwinden droht...

    Zuckersüß ist der kleine Riley Thomas Stewart in seiner kindlichen Zuneigung zu dem Biber. Der Junge hatte beim Filmen solche Freude am Spiel mit der von Mel Gibson geführten Handpuppe, daß er in seiner Rolle als Henry wunderbar natürlich wirkt.
    Mel Gibson spielt in einer seiner bizarrsten Doppelrollen Walter Black und dessen wie ein siamesischer Zwilling mit ihm verbundenes anderes Ich, den Biber. Die Handpuppe macht synchrone Mundbewegungen zu allem, was sie mit Walters Stimme sagt. Denn der Biber ist die im Vordergrund agierende Figur. Am Anfang wirkt das alles furchtbar komisch. Durch den Biber sieht sich Walter mit all den schönen Eigenschaften, die er an sich vermißt. Walter kann nicht über seinen Schatten springen, aber der Biber kann es. Der Biber verschafft ihm Zugang zum gehemmten Teil seiner Persönlichkeit. Zwar hilft die Puppe dem Mann tatsächlich dabei, wieder mit seiner Umwelt zu kommunizieren, jedoch führt die Zwiesprache zwischen ihm und dem Biber nicht zu einer Annäherung an seine depressive Persönlichkeit. Vielmehr gerät Walter in eine so fatale Abhängigkeit von der Puppe und der Rolle, die sie über ihm einnimmt, daß sein Überlebensinstinkt ihn schließlich zu einer radikalen Trennung treibt.
    Parallel zu Walters "Biber-Therapie" kämpft der jugendliche Sohn Porter damit, sich der Ausbildung eines eigenen Charakters zu entziehen, damit er nie so wird wie sein gestörter Vater. Porter möchte am liebsten ein Niemand sein, verschanzt sich hinter einer Wand der Anonymität und läßt keinen an sich heran. Er zieht sich immer mehr zurück. Seine selbstverordnete Emotionslosigkeit wird in Frage gestellt, als er sich für ein Mädchen zu interessieren beginnt. Porters Zustand wird kritischer, je mehr sein Vater sich der Besserung nähert.
    Jodie Foster liefert in ihrer Regiearbeit eine kluge, gut gespielte Tragikomödie. (Pino DiNocchio)


    687449 DE - mit Wendecover -
    Tonspur: Deutsch / Englisch
    Untertitel: D
    Länge: 87 Min.
    Bild: 16:9 Widescreen 1:2.40
    Extras: Wendecover; Audiokommentar von Regisseurin Jodie Foster; "Alles wird gut" - Making-of; Entfallene Szenen


    787449 DE - mit Wendecover -
    Tonspur: Deutsch / Englisch
    Untertitel: D
    Länge: 91 Min.
    Bild: 16:9 Widescreen 1:2.40
    Extras: Wendecover; Audiokommentar von Regisseurin Jodie Foster; "Alles wird gut" - Making-of; Entfallene Szenen


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