HERZENSBRECHER

  • Film DVD
  • deutsch + französisch
    95 Min.
    687609 DE
  • Film DVD
  • deutsch + französisch
    95 Min.
    687607 DE

    Originaltitel: Les amours imaginaires
    internat. Titel: Heartbeats
    Regie: Xavier Dolan
    Musik:  
    Darsteller: Monia Chokri, Niels Schneider, Xavier Dolan
    Kanada 2010

    HERZENSBRECHER - Les amours imaginaires

    Eine Studentenclique in Montreal sucht experimentell nach der Erkenntnis, was Liebe ist. Im Mittelpunkt steht der dunkelblondgelockte Schönling Nicolas. Francis und seine beste Freundin Marie versichern sich gegenseitig, daß der sonnige Literaturstudent nicht ihr Typ ist. Das ist gelogen. Weder Marie, noch Francis können sich dem unwiderstehlich erotischen Wesen von Nicolas entziehen.
    Der verträumte Nico vernascht sie mühelos beide. Er weiß um seine verführerische Wirkung. Er genießt es, umschwärmt, begehrt, ersehnt zu werden. Gefühle erwidert er nicht. Marie und Francis wetteifern um Nico, versuchen sich gegenseitig zu übertreffen in ihrem Werben um seine Zuneigung. Für ihn ist diese Freundschaft nur ein Spiel. Um die Liebesbekundungen seiner zwei Freunde weiß der herzlich sympathische Junge genau, doch gibt er sich eiskalt als unnahbarer Engel. Wenn Nico nach einem langen Abend bei Marie und Francis übernachtet, legt er sich völlig rührungslos zwischen die beiden ins Bett, und nichts passiert, außer daß er damit eine Spannung erzeugt, die seine Verehrer fast zum Zerreißen bringt.
    Über Wochen und Monate geht der Tanz der Trios. Nico verbringt seine ganze Zeit mit den beiden, doch er läßt keinen wirklich an sich heran. Für Marie und Francis nimmt es selbstquälerische Dimensionen an, wie sie sich nach dem schönen Jungen verzehren. Sie zermarten sich, und als sie bei einem Ausflug ins Grüne endlich ganz die Kontrolle über ihr Verlangen nach dem vergötterungswürdigen gemeinsamen Freund verlieren und sich gegenseitig die Augen auskratzen, zieht sich Nico aus ihrem Leben zurück. Marie und Francis zergehen beide vor Sehnsucht...

    Mit dem rotzigen Abnabelungs-Drama "I Killed My Mother" hatte der kanadische Jungfilmer Xavier Dolan die rebellische Jugendphase behandelt. Nun hat er das Studentenalter erreicht. Wieder mit sich selbst in einer der Hauptrollen stilisiert Dolan die Suche nach der Bedeutung von Liebe in "Les amours imaginaires" als Selbsterfahrungstrip mit philosophisch angehauchtem Hintergrund in einem libertären Studentenmilieu, wie es vor 20 oder 40 oder 80 Jahren hätte stattfinden können. Musik von französischen New Wave Bands aus den 1980er Jahren suggeriert eine Ära, in der alte Konventionen programmatisch für die Kreation einer Neuen Welt gesprengt wurden. Nicht so pornographisch wie Bertoluccis 1968er Trio infernale in "The Dreamers", nicht so tragisch wie in den wilden 1920er Jahren bei "Was nützt die Liebe in Gedanken?", läßt Xavier Dolan seine drei Geister als Hipster des Konsumzeitalters vornehmlich materialistisch denken. Diese Generation lebt sorglos vom Wohlstand ihrer Eltern, das erlaubt ihnen ein Traumwandeln in Glamour. Schick und stylisch setzt Dolan sich als Francis und seine Mitstreiter Monia Chokri als Marie und Niels Schneider als Nico in Szene. Als besonderes Stilmittel sind kurze Einspieler, in denen Marie und Francis den Leidensdruck ihrer sexuellen Bedürfnisse bei verschiedenen anderen Einmalpartnern zu befriedigen versuchen, mit monochromen Filten coloriert. Die zwischendrin eingestreuten Monologe der anderen Gestalten wirken deplaziert im rauschenden Fluß der Leidenschaft. (Pino DiNocchio)



    687609 DE - mit Wendecover -
    Tonspur: Deutsch / Französisch
    Untertitel: D
    Länge: 95 Min.
    Bild: 16:9 Widescreen 1:1.85
    Extras: Wendecover mit Alternativmotiv: mit den beiden anderen Köpfen des Trios, Audiokommentar von Dolan & Choukri (OF, ohne UT), Geschnittene Szenen (4 Min., OF), Pannen (5 Min., OF), Galerie


    687607 DE - mit Wendecover -
    Tonspur: Deutsch / Französisch
    Untertitel: D
    Länge: 95 Min.
    Bild: 16:9 Widescreen 1:1.85
    Extras: Wendecover, Audiokommentar von Dolan & Choukri (OF, ohne UT), Geschnittene Szenen (4 Min., OF), Pannen (5 Min., OF), Galerie


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