PAULAS SOMMER (TV 2007)

  • Film DVD
  • deutsch
    364 Min.
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  • deutsch
    364 Min.
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    Originaltitel: Paulas Sommer
    Filmlänge: DVD 351 Min. ohne Vor- und Abspann
    Regie: Brigitta Dresewski
    Musik:  
    Darsteller: Maria Vogt, Oliver Moser, Saskia Fischer, Johannes Steck, Marie Seiser, Eric Bouwer, Enrique García Segado, Maximilian Villwock
    Deutschland 2007

    PAULAS SOMMER (TV 2007)

    Der Abschied von ihrem Zuhause fällt Paula schwer. Die 15jährige hat keine Wahl. Weil ihr Vater gestorben ist, muß sie die Wohnung räumen und zu ihrer Mutter Eva ziehen, die sie seit zwölf Jahren nicht gesehen hat. Eva hatte nach der Scheidung den Pferdezüchter Max Minkhoff geheiratet und lebt mit dessen jugendlichen Kindern Fee und Finn auf dem Gestüt. Die leidenschaftliche Ballettschülerin Paula weiß nicht, was ätzender ist: eine ihr unbekannte Frau als Mutter annehmen zu müssen oder ein Landei zwischen Gäulen zu werden. Mit Pferden kann Paula überhaupt nichts anfangen.
    Die zickige Stiefschwester Fee läßt nichts aus, um die neue Rivalin mit Sticheleien und Schikanen zu bekämpfen. Im Gegensatz dazu läßt Stiefbruder Finn seinen Charme sprühen und verteidigt das hübsche neue Familienmitglied gegen Fees Attacken. Auch Finns bester Freund Juri ist verzaubert, als er Paula heimlich bei Tanzübungen beobachtet.
    Langsam findet Paula in ihr neues Leben. Mit ihrer Mutter versteht sie sich blendend, mit dem frechen Anarcho-Girl Zora gewinnt sie eine Freundin, und mit Juri verbindet sie bald mehr als nur Freundschaft. Schließlich entdeckt sie einen Draht zu dem schwierigen Pferd Morning Star. Der unberechenbare Hengst vertraut Paula und läßt sich sogar von ihr reiten. Die neue Liebe zu den Vierbeinern hilft ihr über den Kummer hinweg, daß sie wegen einer Fußverletzung nicht mehr tanzen kann. Das Glück ist von kurzer Dauer. Der Reiterhof steht plötzlich vor dem Ruin. Morning Star muß verkauft werden...

    Die Story ist wahrlich nicht neu. Ein Mädchen aus der Stadt kommt widerwillig auf einen Reiterhof, trifft auf ein Problempferd, knüpft ein unzertrennliches Freundschaftsband mit dem Tier und wird zur rebellischen Kämpferin, als die Erwachsenen ihr das Pferd wegnehmen. Die Teenagerin muß sich ungefragt in eine völlig neue Lebensumgebung in eine fremde Familie einfinden. Da kann sie sich mit den unglücklichen Pferd gut solidarisieren. Paulas Bemühung, das verhaltensauffällige Pferd zu kurieren wird für sie zu einer Selbsttherapie.
    Die Eigenproduktion von Jugendserien ist beim deutschen Fernsehen selten geworden. Der Grund ist hier sichtbar. Ein mehr als kitschiges Klischee-Thema wurde von einer Auftragsfirma zu einer vorhersehbaren Seifenoper gemacht. Da helfen auch die Draußenaufnahmen und die schönen Pferde nicht.
    Die über einen Sommer erzählte Fortsetzungsserie ist extrem egozentriert auf die Figur von Paula mit ihrem melodramatischen Geheul. "Ich" ist das maßgebliche Wort schon in fast jedem Titel der 13 Folgen. Zwar bemerkt die kleine Drama-Queen hin und wieder auf, daß sie den guten Willen der Familie Minkhoff sie bei sich aufzunehmen mit ihrem fordernden Auftreten überbeansprucht, doch die Einsicht hält nie lange vor. Entsprechend angefressen reagiert Minkhoffs Tochter Fee. Sie produziert sich als aufsässiges, intrigantes Luder, wird aber nie böse genug, um dem Zuschauer richtig Spaß zu machen. Paulas Gutmütigkeit, mit der sie sich bei Fee immer wieder einschleimt, ist unglaubwürdig. Finn ist der große Vernunftstyp. Ein bißchen zu erwachsen für sein Alter moderiert Teenager Finn besonnen und klug die Streitigkeiten und Krisen in der Familie. Mutter Eva arbeitet in ihrer übertriebenen Nettigkeit und Spendierfreudigkeit gegenüber ihrer wiedergefundenen Tochter nur die eigenen Schuldgefühle ab. Max Minkhoff scheint von der Dynamik der Ereignisse überrollt, wirkt ziemlich hilflos eingeklemmt in Entscheidungen, die über seinen Kopf hinweg getroffen werden. Damit kann letztendlich keiner der Charaktere wirklich überzeugen.
    Heile Momente sind nur Momente, krampfhaft gespielt und selten glaubhaft, denn in Wahrheit stimmt die Familien- und Lebenskonstellation der Minkhoffs eben doch nicht. Zu vieles ist verkorkst, und das bleibt die einzige realistische Note in dem unsinnigen Unterfangen, verschiedene Lebensentwürfe zusammenzukleistern, um sich eine glückliche Familie zu backen. Wenn man es ein bißchen liberaler sähe und statt Zwangsfamilie lieber eine respektvolle Zweckgemeinschaft bilden würde, erschiene der Handlungsverlauf weniger rückwärtsgewandt.

    1. Hallo, ich bin Paula!
    2. Morning Star, was hast du?
    3. Das ist nicht fair!
    4. Ich kann wieder tanzen!
    5. Ich bin wie ich bin!
    6. Ich steig‘ auf kein Pferd!
    7. So eine Liebe ist doch nicht gut!
    8. Es ist was mit Sunny Boy!
    9. Was hab‘ ich falsch gemacht?
    10. Ich will niemanden sehen!
    11. Mach’s gut, Morning Star!
    12. Ich habe Angst!
    13. Ich liebe euch alle!

    (Pino DiNocchio)


    690559 DE
    Tonspur: Deutsch
    Untertitel: keine
    Länge: 364 Min.
    Bild: 16:9 Widescreen 1:1.78
    Extras:  


    690551 DE
    Tonspur: Deutsch
    Untertitel: keine
    Länge: 364 Min.
    Bild: 16:9 Widescreen 1:1.78
    Extras:  
    - minus - Covermotiv mit Zensurzeichen überdruckt


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