DAS KLEINE GESPENST

  • Film DVD
  • deutsch
    88 Min.
    692271 DE
  • Film DVD
  • schweizerdeutsch
    88 Min.
    französische Untertitel
    692274 CH
  • Film BLU-RAY
  • deutsch
    92 Min.
    792271 DE
  • Film BLU-RAY
  • schweizerdeutsch
    92 Min.
    französische Untertitel
    792274 CH

    Originaltitel: Das kleine Gespenst
    S'chline Gspängst
    Filmlänge: BD 87 Min. ohne Abspann
    Regie: Alain Gsponer
    Musik: Niko Reiser
    Darsteller: Jonas Holdenrieder, Nico Hartung, Emily Kusche, Carlos Richter, Uwe Ochsenknecht, Stephan Kampwirth, Herbert Knaup, Aykut Kayacik, Bettina Stucky, Aljoscha Stadelmann, Anna Thalbach
    Deutschland / Schweiz 2013

    DAS KLEINE GESPENST - S'chline Gspängst

    Auf Burg Eulenstein haust seit uralten Zeiten ein kleines Nachtgespenst. Immer um Mitternacht schlüpft es aus seiner Schlaftruhe und geistert für eine Stunde im Mondlicht herum. Plötzlich bekommt es den Wunsch, einmal bei Tag die Welt und die Sonne zu sehen. Es sinnt nach einem Weg, wie es bis zum Morgen wach bleiben könnte. Aber nichts funktioniert. Sein guter Freund, der weise Uhu Schuhu, verrät ihm, daß zu jedem Gespenst eine bestimmte Uhr gehört. Nur welche von den vielen Uhren in Eulenstein ist die richtige?
    Eines Nachts, als es eine alte Taschenuhr aus dem Burgmuseum stiehlt, wird das kleine Gespenst von einem Jungen ertappt, der mit seiner Schulklasse eine Nachtwanderung zur Burg unternimmt. Natürlich glaubt niemand dem Träumer Karl, daß er ein richtiges Gespenst gesehen hat. Man beschuldigt den Schüler sogar noch des Diebstahls der Uhr.
    Weil der Uhrmacher Zifferle die große Rathausuhr bei der Reparatur um 12 Stunden vorstellt, erwacht das kleine Gespenst um zwölf Uhr am Mittag. Es freut sich riesig. Apothekersohn Karl und seine Freunde Hannes und Marie treffen das Gespenst am hellen Tag wieder. Durch die Sonnenstrahlen wird es pechschwarz. Alsbald sorgt es im Städtchen Eulenberg für Schrecken als "der schwarze Unbekannte". Dann verdirbt es in seinem Eifer auch noch den historischen Festumzug zur 375-Jahr-Feier des Siegs der Eulenberger über die schwedische Belagerung, weil es glaubt, die Schweden seien tatsächlich wieder mit ihren Kanonen vor der Stadt. Nur die Kinder kennen die Wahrheit. Sie müssen die Rathausuhr umstellen, damit das kleine Gespenst wieder um Mitternacht aufwacht...

    Das kleine Gespenst von Otfried Preußler ist seit 1966 das liebenswerteste Geschöpf der deutschen Kinder-Fantasy Literatur. In Gestalt der Illustration von Franz Josef Tripp hat es als Buch und Hörspiel Generationen von Kindern begleitet, die sich aus tiefstem Herzen mit ihm identifizierten.
    Für seinen erstmaligen Auftritt in einem Realfilm wurde das Aussehen des kleinen Gespensts an die bekannte Zeichnung angelehnt. Die dreidimensionale animierte Figur ist jedoch viel komplexer als ein Bleistiftstrich. Der von einem Stoffgewand umwallte beinlose Rumpf wirkt in Struktur und Bewegung so plastisch, daß es fast wie ein reales Wesen erscheint. Design und Animation sind gelungen. Weniger geglückt ist der anorganische Kugelkopf, der wie ein Fremdobjekt ohne jede Kontur wie ein glatter, lebloser Aufsatz auf dem Körper sitzt. Eine anatomischere Formgebung des Kopfs und die leichte Andeutung von Gesichtszügen hätte das Gespenst menschlicher erscheinen lassen. Die Integration des animierten Gespensts in die Realfotografie ist hingegen technisch sauber gemacht.
    Die Kinder sind begleitende Figuren der Geschichte. Sie sind meistens nur Bestandteile größerer Raumaufnahmen, Close ups von den Jungdarstellern gibt es kaum. So richtig ihr Talent ausspielen können Jonas Holdenrieder, Nico Hartung und Emily Kusche in dem Film kaum. Das Gespenst gibt stets das Tempo vor. Für den komischen Part sorgt Uwe Ochsenknecht in der Doppelrolle als selbstverliebter Bürgermeister und als historischer Schwedengeneral Torsten Torstenson. Die Hampelmänner von Feuerwehr und Polizei hätte man sich schenken können. Darüber lachen höchstens Kindergartenknirpse. Die Story von Otfried Preußler an sich bietet doch genug Thematik für aufmerksame Kinder.
    Das kleine Gespenst trägt sich mit existentiellen Fragen: Ist das alles, was ich bin? Gibt es noch eine andere Welt? Es möchte als Nachtgespenst unbedingt den Tag erkunden. Trotz aller Warnungen vor den Gefahren ist die Neugier und Entdeckungslust größer als die Furcht vor dem Unbekannten. Die fremde Welt ist dann ganz anders als gedacht. Das Gespenst ist todunglücklich. Es ist froh, daß es Freunde findet, die ihm aus der mißlichen Lage helfen. Dabei erfordert es nach anfänglicher Enttäuschung einige Anstrengung, bis zwischen Karl und dem Gespenst ein Vertrauen entsteht. Dann aber riskieren auch die drei Kinder sehr viel, um das in der Zeit verirrte Nachtgeschöpf zu retten.
    Von Natur aus ist das kleine Gespenst übrigens geschlechtslos. In der klassischen Hörspielfassung von 1970 hatte man ihm eine Frauenstimme gegeben, weshalb es in der Einprägung bei vielen Fans doch eher als weiblich assoziiert wird. Auch im Kinofilm wird es von einer Frau gesprochen, die allerdings einen etwas kindlicheren Klang in ihrer Stimme hat und es damit jünger wirken läßt. Das harmoniert gut mit den Kinderdarstellern, die freundschaftliche Verbindung zwischen ihnen und dem Fabelwesen gewinnt so an Glaubwürdigkeit. Trotz einiger Kritikpunkte ist das ein warmherziger Film über das niedlichste Nachtgespenst unserer aller Kindheit geworden. (Pino DiNocchio)



    692271 DE
    Tonspur: Deutsch
    Untertitel: D
    Länge: 88 Min.
    Bild: 16:9 Widescreen 1:1.85
    Extras: Audiodeskription: Hörfilmfassung für Blinde, Behind the scenes, Interviews, Wie das kleine Gespenst gemacht wurde,
    - minus - Covermotiv mit Zensurzeichen überdruckt


    692274 CH
    Tonspur: Schweizerdeutsch
    Untertitel: F
    Länge: 88 Min.
    Bild: 16:9 Widescreen 1:1.85
    Extras: Behind the scenes, Interviews, Wie das kleine Gespenst gemacht wurde


    792271 DE
    Tonspur: Deutsch
    Untertitel: D
    Länge: 92 Min.
    Bild: 16:9 Widescreen 1:1.85
    Extras: Audiodeskription: Hörfilmfassung für Blinde, Behind the scenes, Interviews, Wie das kleine Gespenst gemacht wurde
    - minus - Covermotiv mit Zensurzeichen überdruckt


    792274 CH
    Tonspur: Schweizerdeutsch
    Untertitel: F
    Länge: 92 Min.
    Bild: 16:9 Widescreen 1:1.85
    Extras: Behind the scenes, Interviews, Wie das kleine Gespenst gemacht wurde


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