DIE BESTE MUTTER

  • Film DVD
  • finnisch-schwedisch
    104 Min.
    englische Untertitel
    667864 SEnicht mehr im Handel

    Originaltitel: Äideistä parhain
    Regie: Klaus Harö
    Musik:  
    Darsteller: Topi Majaniemi, Marjaana Maijala, Maria Lundqvist, Michael Nyqvist
    Finnland / Schweden 2005

    DIE BESTE MUTTER - Äideistä parhain

    Das neutrale Schweden nimmt während des 2. Weltkriegs 70.000 Kinder aus den Nachbarländern auf, um ihnen Schutz zu geben. Der 9jährige Eero aus Finnland kommt zu dem kinderlosen älteren Ehepaar Jönsson auf einen Bauernhof in Südschweden. Der Gastvater Hjalmar ist ein freundlicher Mann. Die Gastmutter Signe hingegen behandelt den Jungen vom ersten Augenblick an abweisend. Sie will kein fremdes Kind im Haus. Das läßt sie Eero ganz offen spüren. Der Junge fühlt sich total unwohl so allein in der Fremde. Er möchte nur schnell wieder zurück nach Hause. Aber das ist ausgeschlossen, in Finnland ist Krieg. Die Alternative zur Gastfamilie, bei der es ihm nicht gefällt, und die ihn auch nicht haben will, wäre nur ein Kinderheim. Hjalmar will es also weiter mit dem Jungen versuchen. Langsam gelingt es ihm, einen Zugang zu dem verschlossenen Kind zu finden. Die beiden beginnen sich zu verstehen. Doch Signe bleibt weiter hartherzig und lieblos.
    Die Briefe aus der Heimat sind trügerisch. Schnell kommt Eero dahinter, daß seine Mutter Kirsti ihm nicht die Wahrheit über ihre Situation schreibt. Um ihn nicht zu beunruhigen, und weil sie ja nur das Beste für ihn will, täuscht Kirsti vor, alles sei in Ordnung. Sie verschweigt den Tod des Vaters und daß sie mit einem deutschen Wehrmachtssoldaten zusammen ist. Hjalmar und Signe wissen das, auch sie verbergen es, um Eero nicht zu beunruhigen, sie wollen ja nur das Beste. Eero sieht sich verloren zwischen zwei Müttern, die beide nicht aufrichtig zu ihm sind.
    Endlich findet die seit dem lange zurückliegenden Unfalltod ihrer kleinen Tochter verbitterte Signe die Courage, sich dem finnischen Jungen, den ihr das Schicksal gebracht hat, zu offenbaren und ihn als Kind anzunehmen, das die Liebe einer Mutter braucht.
    Als der Krieg zu Ende ist, möchte Eero nicht wieder zurück nach Finnland. Er hat sich bei den Jönssons eingewöhnt, und von seiner leiblichen Mutter Kirsti ist er enttäuscht. Die will ihn auch gar nicht zurück haben! Hinter seinem Rücken bittet sie die schwedischen Gasteltern, ihn zu behalten, weil sie mit ihrem Geliebten nach Deutschland ziehen will. Dann aber überlegt sie es sich plötzlich doch wieder anders. Mit der Gewalt von Rechtsansprüchen zerstört die leibliche Mutter die in Schweden neu gewachsene Familie, um Eero wie ein Stück Eigentum zu sich zurückzuholen. Er muß sich fügen, er ist ein Kind, das nichts zu sagen hat, wenn Erwachsene Entscheidungen treffen. Aber er wird Kirsti nie wieder als Mutter akzeptieren können...

    Vor dem Hintergrund wahrer geschichtlicher Begebenheiten erzählt der Film von einem traurigen Kriegskinderschicksal. Eero entkommt durch die Evakuierung zwar den Kämpfen in seiner Heimat und kann in Schweden ohne Not aufwachsen, doch er verliert den familiären Halt. Mühsam entwickelt er eine Beziehung zu den Gasteltern, während seine eigene Mutter immer weiter aus seinem Leben entschwindet. Bis ins hohe Alter ist es in seinem Bewußtsein eingebrannt, daß sie ihn im Stich gelassen hat. Schlimmer noch ist es für Eero, daß sie ihn in jungen Jahren dem neuen Leben in Schweden wieder entrissen hat.
    Das hier aufgezeigte Problem ist heute so aktuell wie damals. Kriege gibt es immer noch. So werden auch immer noch Kinder aus Kriegsgebieten in sichere Länder gebracht, wo sie innerhalb kurzer Zeit ein neues Zuhause finden, nur um nach der Befriedung wieder in ihr zerstörtes Ursprungsland deportiert zu werden. (Pino DiNocchio)


    667864 SE
    Tonspur: Finnisch + Schwedisch (mehrsprachige OF)
    Untertitel: E + 4 weitere
    Länge: 104 Min.
    Bild: 16:9 Widescreen 1:2.35
    Extras:


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