DER TOD IN VENEDIG

  • Film DVD
  • deutsch + englisch
    125 Min.
    613379 DEnicht mehr im Handel
  • Film DVD
  • deutsch + englisch
    125 Min. / Special Edition
    613375 DEnicht mehr im Handel

    Originaltitel: Morte a Venezia
    Regie: Luchino Visconti
    Musik: Gustav Mahler
    Darsteller: Dirk Bogarde, Silvana Mangano, Björn Andresen, Romolo Valli, Mark Burns, Sergio Garfagnoli
    Italien 1970

    DER TOD IN VENEDIG - Morte a Venezia

    Am Höhepunkt seiner Karriere als Komponist und Konzertmusiker fällt Gustav von Aschenbach in eine tiefe Sinnkrise. Er reist im Jahr 1911 nach Venedig, um von seiner Arbeit Abstand zu gewinnen. In den Hotels und am Badestrand der Lagunenstadt herrscht ein internationales Stimmengewirr. Gutbetuchte Urlauber aus Adel und Großbürgertum aus ganz Europa suchen hier Erholung.
    Unter den Hotelgästen ist eine polnische Gräfin mit ihren Kindern. Der älteste Sohn Tadzio ist ein bildschöner Jüngling mit engelhaftem Gesicht. Aschenbach ist seltsam fasziniert von der Schönheit des Knaben. Auch der Junge bemerkt das Interesse des Älteren. Aus der Distanz, wortlos und stets unnahbar, spielt er gegenüber dem Mann mit seinen Reizen. Bald verzehrt sich Aschenbach nach dem hübschen blonden Jungen. Unfähig seine übermächtigen Gefühle zu bewältigen, gerät er zuerst in Panik und will fliehen, dann verfällt er in Depression. In Venedig bricht die Cholera aus. Die Stadt erstirbt, und mit ihr stirbt Aschenbach einen langsamen seelischen Tod, innerlich verbrannt und ausgemergelt. Seine Fantasien gleiten als Fieberträume an ihm vorbei. Seine Lebenskraft entschwindet mit einem letzten sehnsuchtsvollen Blick auf den in der Ferne unerreichbar blühenden, wunderschönen jungen Tadzio...

    Thomas Manns Roman "Tod in Venedig" ist ein vielschichtiges Werk, das sich nicht in einem Satz interpretieren läßt. Die vielfach überbewertete homoerotische Komponente steht im Kontext der Entstehungszeit des Romans eher als Metapher für den gesellschaftlichen Tabubruch im Allgemeinen. Im Vordergrund geht es um die Sehnsucht nach der Jugend; den Wunsch die Zeit zurückzudrehen und alles noch einmal und diesmal besser machen zu können; die Trauer um die Enttäuschung des eigenen Lebens; eine künstliche Stilisierung des Todes - des inneren Todes - des Todeskampfs und seiner qualvollen Ambivalenz zum reinen Zustand unverbrauchter Jugend.
    Der italienische Meisterregisseur Luchino Visconti schuf mit einem detailreichen Bilderwerk eine traumhafte Symphonie des Sterbens. Ein fiebriges Gemälde des Todes in den Gassen und Kanälen von Venedig, musikalisch hinterlegt von den sehnsuchtsschwangeren Klängen des Komponisten Gustav Mahler. Ein Film von unübertrefflicher Prägnanz, eindringlich und tief tragisch.
    Wer sich mit der Figur Aschenbachs identifizieren kann, wird bei dem Film mit ihm leiden bis zum bitteren Ende. Wer dafür noch zu jung ist, darf sich seiner Jugend erfreuen und sollte den Film in 20 Jahren noch mal anschauen - dann wird das funktionieren. (Pino DiNocchio)



    613379 DE
    Tonspur: Deutsch / Englisch / Spanisch
    Untertitel: D, E + 8 weitere
    Länge: 125 Min.
    Bild: 16:9 Widescreen 1:2.40
    Extras:  


    613375 DE
    Tonspur: Deutsch / Englisch / Spanisch
    Untertitel: D, E + 8 weitere
    Länge: 125 Min.
    Bild: 16:9 Widescreen 1:2.40
    Extras: Bonus Disc: Viscontis Venedig; Fotogalerie "Eine Tour durch Venedig"; Trailer; Am Anfang von "Der Tod in Venedig"; Karneval Kostüme; Piero Tosi, Leitender Kostümdesigner


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