DER PRANK |
|||
|---|---|---|---|
91 Min. | 618051 DE |
| Originaltitel: | Der Prank | ![]() |
| Filmlänge: | DVD 86 Min. ohne Abspann | |
| Regie: | Benjamin Heisenberg | |
| Musik: | ||
| Darsteller: | Noèl Gabriel Kipp, Max Zheng, Maïmouna Rudolph-Mbacké, Jana McKinnon, Cedric Eich, Lukas Miko, Laura Tonke, Mehdi Nebbou, Yasin El Harrouk | |
| Schweiz / Deutschland 2025 |
Lucas ist mega angeätzt. Seine Mutter hat den Sohn einer chinesischen Sängerin, die sie in ihrer Agentur betreut, als Gastschüler in der Familie aufgenommen. Und Lucas hat nun dieses überernährte, handysüchtige Riesenbaby an der Backe. Dabei hat der 12jährige ganz andere Sorgen. Schulkameradin Charlotte (Charly), in die Lucas verknallt ist, hat sich ihn ausgesucht, sie bei einem Vorspielen für ihr Stipendium am Klavier zu begleiten. Lucas hat totales Herzflattern. Er will das auf keinen Fall vergeigen, sonst wird Charly ihn lebenslänglich nicht mehr ansehen. Da hat der Teenie echt keinen Nerv, auf so einen peinlichen Chinesen aufzupassen, der in völliger Unkenntnis deutscher Sprache und Kultur garantiert in jedes Fettnäpfchen trampeln wird.
Die unheilvolle Vorahnung trügt nicht. Es ist der 1. April, und Xi Zhou schnappt auf, daß man an diesem Tag anderen Leuten Streiche spielt. Da will er doch auch gleich demonstrieren, was für einen geschmacklosen Humor er drauf hat. Opfer von Xi Zhous erstem Aprilscherz wird Schaaf, der chaotische Freund von Lucas' Schwester Caro. Der fährt in Caros Wagen Pizza aus und merkt lange nicht, daß da was mit einem der Pizzakartons nicht stimmt. Der Scherz geht buchstäblich in die Hose, und das löst eine aberwitzige Kettenreaktion aus.
Lucas muß wohl oder übel dem überforderten Xi Zhou zu Hilfe eilen, um zu retten, was noch zu retten ist. Dabei wird mit jeder Aktion die Katastrophe größer. Mafia, Polizei und andere Trottel jagen die Jungs durch Berlin in die Hölle und zurück. Im Musiksaal der Schule wartet Charly nervös auf ihren Pianopartner...
In Berlin ein Auto die Treppe zur U-Bahn Station runterkrachen zu lassen, ist für eine Independent Filmproduktion keine Kleinigkeit. Aber das ist in der coolen Direktheit auch eine bessere Investition als Millionen für infantile Computereffekte zu verschleudern. Diese Anarcho-Kinderkomödie ist echter Underground. Ohne einen der Platzhirsche der deutschen Kinoindustrie im Boot sitzen zu haben braucht man keine faulen Kompromisse machen. Vor allem muß das Skript nicht auf das kommerzielle Massenpublikum glattgebügelt sein. Das erfreuliche Ergebnis ist ein frecher Film von erfrischender Rohheit.
Dazu wird dann auf jegliche Promotion verzichtet. Die DVD wird so miserabel vermarktet, daß sie nur in wenigen Läden auffindbar ist. Das ist leider etwas zu viel Underground und Antikommerz Attitüde, was dem Film ganz und gar unrecht tut. Das ist bedauerlich und auch schade für den hervorragenden Jungdarsteller Noèl Gabriel Kipp in der Rolle des Lucas, der mit seiner Performance einfach mehr Publikum verdient hätte.
(Pino DiNocchio)
![]() |
618051 DE | |
| Tonspur: | Deutsch | |
| Untertitel: | D, E | |
| Länge: | 91 Min. | |
| Bild: | 16:9 Widescreen 1:2.39 | |
| Extras: | Musikvideo | |
| - minus - | Covermotiv mit Zensurzeichen überdruckt |
![]() | ![]() |