WOLFSBLUT 2 (1994) |
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101 Min. | 621319 DE | nicht mehr im Handel |
| Originaltitel: | White Fang 2: Myth of the White Wolf | ![]() |
| Regie: | Ken Olin | |
| Musik: | John Debney | |
| Darsteller: | Scott Bairstow, Charmaine Craig, Alfred Molina, Geoffrey Lewis, Al Harrington | |
| USA 1994 |
Jack ist mit seinem Goldfund nach San Francisco gezogen. Sein junger Freund Henry Casey hält jetzt in Alaska an der Goldmine die Stellung. Der zahme Wolf "Wolfsblut" ist sein treuer Gefährte. Die Idylle währt nicht lange.
Henry verunglückt auf dem reißenden Fluß mit dem Boot und verliert dabei das ganze Gold. Herausgefischt wird er von der schönen jungen Indianerin Lily. Die wurde von ihrem Stamm losgeschickt, um den sagenhaften weißen Wolf zu suchen. Der soll mit seinen magischen Kräften helfen, die verschwundene Karibuherde wieder zu finden, ohne die das Dorf nichts zu essen hat. Lily glaubt, der blonde Jüngling sei darselbst der weiße Wolf, welcher sich in Menschengestalt verwandelt habe. Henry hat zunächst keine Lust, mit den Indianern durch die Wälder zu ziehen. Nur mit Mühe kann sich der Goldgräber mit dem indianischen Aberglauben anfreunden. Erst als Wolfsblut wieder auftaucht, packen die beiden "Wölfe" gemeinsam die Aufgabe an. Natürlich gibt es böse Schurken, die Henry ans Leder wollen. Denn sie sind es, die für das Ausbleiben der jährlichen Karibuwanderung verantwortlich sind. Henry seinerseits will das Herz der bezaubernden Lily erobern, doch die ziert sich...
Nun, als Lily würde ich Scott Bairstow nicht von der Bettkante stoßen, wenn er mir als weißer Wolf in die Arme fiele. Zu den Bildern von der Natur Alaskas schrieb John Debney eine herrliche Musik mit verspielten irischen Klängen. Soweit kann man den Film ruhig genießen, das Hirn muß man aber dabei abschalten. Die von Disney-Autoren zusammengesponnene Fortsetzung des Jack London Romans hat freilich mit dem Original nichts zu tun. Es ist eine Abenteuergeschichte mit Lovestory nach stereotypem Strickmuster.
Man fragt sich, wie die Amerikaner überhaupt echte Literaturverfilmungen ertragen können, weshalb sie überhaupt echte Bücher wie
"Wolfsblut" verfilmen, wenn sie doch so wenig von guter Literatur halten, daß sie aus den Werken immer wieder eigene primitive Fortsetzungen erfinden müssen. So mancher Schriftsteller würde sich im Grab umdrehen, wenn er sähe, was die amerikanischen Filmproduzenten mit seinen Romanfiguren für Schindluder treiben.
(Pino DiNocchio)
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621319 DE | |
| Tonspur: | Deutsch / Englisch / Italienisch | |
| Untertitel: | D, E | |
| Länge: | 101 Min. | |
| Bild: | 16:9 Widescreen 1:1.85 | |
| Extras: |
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