DAS SCHWEIGEN |
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91 Min. | 621559 DE | nicht mehr im Handel | |
91 Min. / Arthouse Collection | 621557 DE | nicht mehr im Handel | |
91 Min. | 621555 DE | ||
94 Min. | 721555 DE |
| Originaltitel: | Tystnaden | ![]() |
| Regie: | Ingmar Bergman | |
| Musik: | ||
| Darsteller: | Ingrid Thulin, Gunnel Lindblom, Jörgen Lindström, Hakan Jahnberg, Birger Malmsten | |
| Schweden 1963 |
Anna ist mit ihrem 9jährigen Sohn Johan und ihrer lungenkranken Schwester Ester mit dem Zug auf der Heimreise nach Schweden. Wegen Esters bedenklichem Gesundheitszustand müssen sie in einem nicht näher definierten europäischen Land einen Zwischenaufenthalt einlegen. Sie nehmen Quartier in einem weitläufigen noblen Hotel, wo sie zusammen eine Suite bewohnen. Die fremde Sprache verstehen sie nicht. Ein heraufziehender Krieg macht die Lage gespenstisch.
Die zwei Schwestern haben sich nichts zu sagen. Es herrscht Schweigen. Ester raucht und trinkt unentwegt, gibt sich als leidende Diva. Anna lebt so gut es in der Situation geht ihren Drang nach sinnlichen Genüssen aus. Wann immer sie kann, genehmigt sie sich Ausgang und läßt das Kind bei Ester.
Johan streunt gelangweilt durch das fast leere Hotel und macht Unfug. Auf der Suche nach Spielmöglichkeiten trifft er auf eine Varieté-Truppe auf Liliputanern. Es sind die einzigen Gäste. Der einsame Junge freundet sich auch mit dem absonderlichen Hoteldiener an, einem komischen alten Mann.
Während Ester sterbenskrank im Bett liegt, geht Anna auf Jagd nach sexuellen Abenteuern. Rivalität und Eifersucht, Mißgunst und Egoismus prägen das Verhältnis zwischen den Schwestern, das schließlich unter der Spannung zerreißt.
Besonders eine Szene, in der Anna masturbiert, wurde seinerzeit als skandalös empfunden. Dabei deutet Ingrid Thulin die Handlung nur an - aus heutiger Sicht eine lächerliche Angelegenheit.
Vor der als psychologischer Machtkampf inszenierten Auseinandersetzung zwischen den beiden sturköpfigen Frauen steht im überwiegenden Teil des Films der Junge als Hauptfigur im Fokus. Ingmar Bergman gestaltet den Jungen mit ebenso hoher Präzision wie die weiblichen Charaktere. Johan beobachtet sorgfältig, stellt eine Menge kindlicher Fragen, nimmt feine Nuancen wahr. Zu Mutter und Tante fühlt er sich gleichermaßen hingezogen. Von beiden holt er sich körperliche Zuwendung. Der junge Darsteller Jörgen Lindström ist mit seinen schlafwandlerisch bedächtigen Bewegungen anmutig ins Bild gesetzt.
(Pino DiNocchio)
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621559 DE | |
| Tonspur: | Deutsch / Schwedisch | |
| Untertitel: | D | |
| Länge: | 91 Min. | |
| Bild: | 4:3 Vollbild 1:1.33 - s/w | |
| Extras: | Produktionsnotizen |
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621557 DE | |
| Tonspur: | Deutsch / Schwedisch | |
| Untertitel: | D | |
| Länge: | 91 Min. | |
| Bild: | 4:3 Vollbild 1:1.33 - s/w | |
| Extras: | Produktionsnotizen |
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621555 DE - mit Wendecover - | ![]() | |
| Tonspur: | Deutsch / Schwedisch | ||
| Untertitel: | D | ||
| Länge: | 91 Min. | ||
| Bild: | 4:3 Vollbild 1:1.33 - s/w | ||
| Extras: | Wendecover, Dokumentation "Liv & Ingmar" |
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721555 DE - mit Wendecover - | ![]() | |
| Tonspur: | Deutsch / Schwedisch | ||
| Untertitel: | D | ||
| Länge: | 94 Min. | ||
| Bild: | 4:3 Vollbild 1:1.33 - s/w | ||
| Extras: | Wendecover, Dokumentation "Liv & Ingmar" |
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