URGA

  • Film DVD
  • deutsch + mongolisch
    114 Min.
    658749 DEnicht mehr im Handel
  • Film DVD
  • mongolisch
    114 Min.
    deutsche Untertitel
    658742 CHnicht mehr im Handel

    Originaltitel: Urga
    Regie: Nikita Michalkow
    Musik:  
    Darsteller: Badema, Bayaertu, Wladimir Gostjukin, Bao Yongyan, Wurinile, Babuschka, Larissa Kusnezowa
    Frankreich / Sowjetunion 1991

    URGA

    Die Urga ist ein langer Stab mit einer Schlinge, mit welcher der Mongole vom Pferd aus sein frei in der Steppe grasendes Vieh einfängt, oder manchmal auch die davongelaufene Ehefrau. So wie der Nomade Gombo, dessen Frau Pagma sich ihm beim Sex verweigert, weil die Familie schon drei Kinder hat. Das ist sowieso schon zu viel, denn das chinesische Regime erlaubt jedem Paar nur ein Kind, und nur die in der Steppe lebenden Viehnomaden dürfen ausnahmsweise zwei Kinder haben.
    Der russische Gastarbeiter Sergei ist mit dem LKW in dem zu China gehörenden Teil der Mongolei unterwegs. Bei einer Rast an einem Fluß entdeckt er hinter einem Grashügel eine Menschenleiche, an der sich die Aasvögel gütlich tun. Diese übliche Form der Totenbestattung ist ihm nicht bekannt. Kotzend springt er in seinen Laster, und vor lauter Schreck über den grausigen Fund setzt er das Gefährt über das Flußufer. Da steckt er nun fest.
    Gombo, der gerade mit seiner Familie in der Nähe lagert, befreit den Russen aus der mißlichen Lage und nimmt ihn mit in seine Jurte. Dort muß Sergei angewidert sehen, wie für ein Gastmahl ihm zu Ehren ein Schaf geschlachtet wird. Auch die kleinen Kinder helfen bei der blutigen Metzelei mit. Zwei Welten treffen in der Steppe aufeinander. Was sie verbindet, ist der Schnaps.
    Pagma schickt ihren etwas trotteligen Gatten in die Stadt, er soll sich Kondome kaufen. Also reitet Gombo in die Stadt. Aber in der Apotheke traut er sich nicht, nach so was zu fragen. Also verjubelt er das ganze Geld. Wie ein kleines Kind trödelt er durch die Straßen, stopft sich mit Süßigkeiten voll, fährt Karussell, bewundert die modernen Produkte in den Geschäften.
    Auch Sergei ist in die Stadt zurückgekehrt, wo er mit seiner Familie untergebracht ist. Am Abend treffen sich die zwei Männer in einem Trinklokal wieder. Gombo läßt sich treiben. Sergei bekämpft sein Heimweh nach dem vertrauten Russland mit Musik und Wodka. Für Sergei endet die feuchtfröhliche Nacht auf der Polizeiwache. Nur gut, daß er einen einheimischen Freund hat. Gombo läßt alle seine Beziehungen spielen, um Sergei aus der Arrestzelle zu holen.

    Anfangs sind es nur einzelne skurrile Dinge aus der Wirklichkeit von Gombos Alltag; mit der Zeit aber gleitet er immer tiefer in eine Art Realitätsverlust. Der Ausflug in die Stadt gerät für den naturverbundenen Nomaden zu einem fast halluzinogenen Trip. Elegische Aufnahmen von der Weite der mongolischen Landschaft entführen den Zuschauer zusammen mit dem Titelhelden in urkomische Situationen. Gombo bringt von seinem abenteuerlichen Stadtbesuch statt der Kondome einen windkraftbetriebenen Fernseher mit, damit in der beschaulichen Jurte der moderne Fortschritt einziehen möge. In der französisch-sowjetischen Coproduktion "Urga" vollzieht der russische Regisseur 1991 kurz nach dem Ende der stalinistischen Abschottung eine erste Annäherung an die bis dahin relativ verborgene Lebenswelt der Viehnomaden in der Steppe Mittelasiens und zeigt gleichzeitig humorvoll die Berührung der einfachen, traditional lebenden Leute mit der Außenwelt. (Pino DiNocchio)


    658749 DE
    Tonspur: Deutsch / Mongolisch
    Untertitel: D
    Länge: 114 Min.
    Bild: 16:9 Widescreen 1:1.85
    Extras:  


    658742 CH
    Tonspur: Mongolisch
    Untertitel: D
    Länge: 114 Min.
    Bild: 16:9 Widescreen 1:1.85
    Extras:  


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