TIMM THALER ODER DAS VERKAUFTE LACHEN (2017) |
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96 Min. | 658961 DE | ||
100 Min. | 758969 DE |
| Originaltitel: | Timm Thaler oder das verkaufte Lachen | ![]() |
| Filmlänge: | BD 97 Min. ohne Abspann | |
| Regie: | Andreas Dresen | |
| Musik: | ||
| Darsteller: | Arved Friese, Justus von Dohnanyi, Jule Hermann, Charly Hübner, Nadja Uhl, Axel Prahl, Andreas Schmidt, Fritzi Haberlandt, Emil von Schönfels, Steffi Kühnert, Thomas Ohrner | |
| Deutschland 2017 |
Timm Thaler ist der lustigste Junge der Welt. Obwohl er in ärmlichen Verhältnissen lebt, hat er stets ein herzliches Lachen, das alle Menschen mit Fröhlichkeit ansteckt. Erst als seine Eltern sterben, wird Timm betrüblich zumute. Jetzt muß er es mit der garstigen Stiefmutter und deren rüpelhaftem Sohn Erwin aushalten.
Finstere Gestalten machen sich an den traurigen Timm heran. Eine von ihnen ist ein dubioser Baron, der Timm einen unglaublichen Vertrag anbietet: Er kauft ihm sein zauberhaftes Lachen ab - als Preis dafür gewinnt der Junge fortan jede Wette. Mit dieser Fähigkeit kann Timm sich alle Wünsche erfüllen, die man mit Geld kaufen kann. Bald aber wünscht sich Timm, er könnte die Vereinbarung rückgängig machen. Der Versuch, mit einer vermeintlich cleveren Wette den Baron auszutricksen, schlägt fehl. Timm fällt immer tiefer in die Abgründe als reichster Junge der Welt...
Löblich, daß Regisseur Andreas Dresen den Film nicht in der kurzlebigen, smartphoneverseuchten Jetztzeit spielen läßt. Es wurde eine unbestimmte, imaginäre Zeit irgendwann in der Mitte des 20. Jahrhunderts entworfen. Gegenüber dem recht behäbigen TV-Mehrteiler, in dem 1977 Tommi Ohrner in der Hauptrolle die Herzen des jugendlichen Publikums eroberte, besitzt der neue Kinofilm mehr Tempo und Prägnanz.
Der Darsteller Arved Friese ist eine vortreffliche Wahl, um den damaligen Teenieschwarm Tommi Ohrner zu beerben. Zumal man geschmackvoll genug war, Arveds lockigem Haarschopf einen kessen Schnitt zu verpassen.
Die Handlung ist ganz neu aufgesetzt und mit neuen Figuren nur den Eckpunkten der literarischen Vorlage aufgehängt. In einen erschreckenden Gegenwartsbezug taucht die Verfilmung im letzten Drittel ein: Baron Lefuet - alias der Teufel - in seiner Allmachtsfantasie und seiner grenzenlosen Profitgier outet sich als die reine Seele des globalen Konzern-Kapitalismus. Die Mechanismen der Manipulation werden in dem Kinderfilm deutlich aufgezeigt. Sehr weit losgelöst von der TV-Verfilmung liefert Dresens Adaption mit teils perfiden und teils agitatorischen Bildern eine ganz eigene Interpretation der James Krüss Erzählung.
(Pino DiNocchio)
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658561 DE | |
| Tonspur: | Deutsch | |
| Untertitel: | D, E | |
| Länge: | 96 Min. | |
| Bild: | 16:9 Widescreen 1:2.39 | |
| Extras: | Audiodeskription, Isolated Score, Making Of, Musikvideo „Das Licht dieser Welt“, Featurette: Wo kommen bloß die Ratten her?, Interviews | |
| - minus - | Covermotiv mit Zensurzeichen überdruckt |
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758969 DE - mit Wendecover - | ![]() | |
| Tonspur: | Deutsch | ||
| Untertitel: | D, E | ||
| Länge: | 100 Min. | ||
| Bild: | 16:9 Widescreen 1:2.39 | ||
| Extras: | Wendecover, Audiodeskription,, Isolated Score, Making Of, Musikvideo „Das Licht dieser Welt“, Featurette: Wo kommen bloß die Ratten her?, Interviews |
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