RAUBRITTER - DIE GESCHICHTE VON EKKELINS KNECHT

  • Film DVD
  • deutsch
    107 Min.
    661169 DEnicht mehr im Handel

    Originaltitel: Raubritter - Die Geschichte von Ekkelins Knecht
    Regie: Reinhard Kungel
    Musik:  
    Darsteller: Peter Klewitz, Philipp J. Sprongl, Yvonne Brosch, Johannes Ernst, Katrin Klewitz, Till Klewitz, Kay Waidelich, Wolfgang Brun
    Deutschland 2007

    RAUBRITTER - DIE GESCHICHTE VON EKKELINS KNECHT

    Die Pest ist im Jahr 1373 über das Frankenland gezogen. Konrad hat seine Eltern verloren und ist nun auf sich allein gestellt. Bei dem Ritter Ekkelin Geyling findet der junge Mann eine Stellung als Pferdeknecht.
    In der Burg des Ritters verliebt Konrad sich in die Magd Agnes. Agnes liebt ihn auch, aber ihr gefällt es nicht, daß Konrad danach dürstet, ein ritterlicher Krieger zu werden. Nur kurz währt das friedliche Glück.
    Ekkelin fordert mit Raubzügen den mächtigen Burggrafen von Nürnberg heraus. Ekkelin glaubt auch andere kleine Landritter hinter sich zu haben, doch er hat sich verkalkuliert. Der Burggraf weiß den Kaiser hinter sich, und so verliert Ekkelin seine Burg und seine Güter. Vertrieben und mittellos raubt Ekkelin mit seinen Gefolgsleuten jetzt nicht mehr aus politischem Übermut, sondern aus Überlebensnot. Bald schließen sich ihm Ritter aus der ganzen Region an. Für die städtische Obrigkeit und für die Kaufleute, die zwischen den Städten verkehren, werden die Wegelagerer zur Plage. Der Burggraf mobilisiert erneut Truppen und holt zum entscheidenden Schlag aus. Ein Verrat aus den eigenen Reihen liefert Ekkelin dem Henker aus. Nun steigt sein treuer Roßknecht Konrad in Ekkelins Rüstung, und schon bald heißt es, der tote Ritter reite wieder...

    Eine Gemeinschaft von Mittelalterfans hat sich zusammengefunden, um mit selbstfinanziertem Budget diesen Amateur-Spielfilm zu verwirklichen. Auf das Resultat können sie stolz sein. Sieht man von der mäßigen Bildqualität ab, entfaltet sich ein hochklassiges Drehbuch.
    Mit großer Authentizität zeigt der Film das Alltagsleben der Menschen im 14. Jahrhundert. Laiendarsteller spielen die Geschichte eines Bauernjünglings, der einen heruntergekommenen Ritter beerbt. Es ist zugleich eine Demystifizierung des Rittertums. Der Film gibt einen tiefen Blick in die historische Realität. Viele der Ritter waren keineswegs glorreiche Burgherren, sondern glichen eher verarmten Banditen. Der Zuschauer begleitet den Knecht Konrad bei dieser bitteren Erkenntnis. Konrads Ritterbild zerbricht Stück für Stück. Für seinen Traum, vom bettelarmen Bauernjungen zu einem ehrbaren Ritter aufzusteigen, opfert Konrad seine große Liebe und die Aussicht, eine eigene Familie zu gründen. Am Ende bleibt dem gescheiterten Neuritter nichts übrig, als noch seine Rache zu nehmen an den Verrätern. Die Tragödie ist die, daß sich die Staatsordnung im Vergleich zum Frühmittelalter gewandelt hat und die Ritter im neu entstandenen Machtgefüge keinen Platz mehr haben.
    (Pino DiNocchio)


    661169 DE
    Tonspur: Deutsch
    Untertitel: keine
    Länge: 107 Min.
    Bild: 16:9 Widescreen 1:1.85
    Extras: Bei den Dreharbeiten; Statements zum Film von: Hauptdarstellern Philipp Sprongl & Peter Klewitz, Regisseur Reinhard Kungel, Produzent Peter Klewitz; Bildergalerie zu den Dreharbeiten


    ©   2009 by TAMINGO Media Publishing