TEA AND SYMPATHY |
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123 Min. ohne deutsche Utertitel | 670458 ES | nicht mehr im Handel | |
123 Min. ohne deutsche Utertitel | 670456 IT | nicht mehr im Handel |
| Originaltitel: | Tea and Sympathy | ![]() |
| Regie: | Vincente Minnelli | |
| Musik: | ||
| Darsteller: | Deborah Kerr, John Kerr, Leif Erickson, Edward Andrews, Kip King, Tom Laughlin, Ralph Votrian, Norma Crane, Darryl Hickman | |
| USA 1956 |
Internatschüler Tom Lee ist anders als die Anderen. Mit den bizarren Männlichkeitsritualen seiner Kameraden kann er nichts anfangen. Lieber sitzt er in der Bibliothek und hört sich Schallplatten mit klassischer Musik an, als sich mit den Jungs bei einem Ballspiel zu raufen.
Als Mitschüler Tom beobachten, wie er mit Lehrergattinnen zusammensitzt und Knöpfe annäht, beginnt eine wüste Kampagne gegen ihn. Plötzlich findet man allerlei Dinge an ihm, die sich als Argumente benutzen lassen: Daß er so einen wippenden Gang hat, daß er die Haare nicht kurzgeschoren trägt, daß er noch nie mit einem Mädchen ausgegangen ist. Als Zimperlieschen verspotten sie ihn.
Bei einem Besuch entdeckt Toms Vater im Kleiderschrank das Frauenkleid, welches Tom als Kostüm bei einer Theateraufführung tragen sollte, weil er auf der Bühne die Damenrolle spielt, die außer ihm keiner übernehmen mochte. "Warum ist mein Junge kein richtiger Kerl?" fragt sich der Vater schicksalsgeplagt.
Nur Laura, die Ehefrau von Lehrer Bill Reynolds, hat Verständnis für den sensiblen Jungen. Sie steht ihm bei und spricht ihm Mut zu, doch ihre allzu große Zuneigung zu diesem Sonderling unter den Schülern bringt sie gegenüber ihrem Mann in Bedrängnis.
Gequält von seinen Gefühlen, die nicht in diese Welt passen, und um den Schikanierungen entgegenzutreten, läßt sich Tom schließlich von seinem Stubenkameraden zu einer Aktion überreden, mit der er allen seine Männlichkeit beweisen will. Es endet in einer Katastrophe...
Das Wort "homosexuell" kommt in den Film kein einziges Mal vor. Das war in der Mitte des 20. Jahrhunderts ein Tabuthema, welches nicht ausgesprochen wurde. Es wird nur durch die plakative Verwendung von Vorurteilen zum Ausdruck gebracht: was alle über Tom denken, ohne es offen zu sagen, und vor allem ohne wirklich etwas über ihn zu wissen. Hier wird etwas so krampfhaft in Andeutungen versteckt, als wollte man in einer totalitären Diktatur unterschwellig Kritik am politischen System üben, ohne daß die Zensur es merkt. In gewisser Weise trifft das bei diesem Film auch zu, denn die Schwulenfeindlichkeit jener Zeit ließ nicht viel Spielraum. So geht es im Grunde mehr um das archaische Männlichkeitsbild, das damals vorherrschend war.
(Pino DiNocchio)
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670458 ES | |
| Tonspur: | Englisch / Spanisch | |
| Untertitel: | S | |
| Länge: | 123 Min. | |
| Bild: | 16:9 Widescreen 1:2.35 | |
| Extras: |
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670456 IT | |
| Tonspur: | Englisch / Italienisch | |
| Untertitel: | I | |
| Länge: | 123 Min. | |
| Bild: | 16:9 Widescreen 1:2.35 | |
| Extras: |
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