VIPER IN DER FAUST |
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96 Min. ohne deutsche Untertitel | 671434 FR |
| Originaltitel: | Vipère au poing | ![]() |
| Regie: | Philippe de Broca | |
| Musik: | ||
| Darsteller: | Catherine Frot, Jacques Villeret, Jules Sitruk, William Touil, Pierre Stévenin, Cherie Lunghi, Hannah Taylor Gordon, Sabine Haudepin | |
| Frankreich 2004 |
Der Tod der Großmutter, bei der Jean und Ferdinand sieben Jahre lang aufgewachsen waren, veranlaßt deren in Indochina lebende Eltern in den 1920er Jahren zur Rückkehr nach Frankreich. Für die Jungen beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Vater Jacques, Mutter Paule sowie der in Fernost geborene jüngste Sohn Marcel beziehen wieder das familieneigene Schloß. Die großbürgerliche Familie Rezeau lebt von Paules üppiger Erbschaft. Arbeiten muß niemand. Jacques kann sich ganz seinem Hobby widmen, dem Sammeln von Insekten.
Die Mutter ist äußerst hartherzig. Sie verbietet den Kindern jegliche Freuden. Während der kleine Marcel verwöhnt wird, müssen Jean und Ferdinand jeden Komfort entbehren und bei karger Kost darben. In die Schule dürfen sie nicht mehr gehen. Ein hauseigener katholischer Pater soll für weltliche und geistliche Erziehung sorgen. Der Landsitz wird zum Gefängnis, in dem die herrische Paule die Kinder systematisch demütigt und mißhandelt. In Jean wächst der Haß auf dieses niederträchtige Weib - und auch der Widerstand! Jean ist fest entschlossen, sich von der Tyrannin nicht brechen zu lassen. "Folcoch" - "verrückte Sau", bezeichnen die Brüder mit tiefer Verachtung ihre prügelnde Mutter.
Eine kurze Auszeit ist den Kindern nur vergönnt, als Paule ins Krankenhaus muß. Für einige Tage können sie mit dem Vater zusammen entspannte Momente genießen. Doch so sehr sich die Jungen ihr Ableben auch wünschen: Paule denkt nicht ans Sterben. Zum Leidwesen der Brüder, die sich immer enger zu einem Pakt verbünden, ersteht die Totgeweihte wieder auf. Und alles wird noch schlimmer. Die Schikanen und Repressionen werden heftiger. Die rebellischen Aktionen der Brüder werden radikaler. Alle mörderischen Versuche, sich gemeinschaftlich der bösen Schlange zu entledigen, schlagen fehl. Jean wagt sich weiter hinaus als seine Brüder. So erfährt er die Erklärung für den sadistischen Charakter seiner Mutter.
Die schmerzhaften Kindheitserinnerungen nach dem autobiografischen Roman von Hervé Bazin sind ein trister Gegenentwurf zur Romantik. Dem jungen Jean Rezeau gelingt es schließlich, sich aus der Hölle zu befreien und seinen Weg ins Leben zu gehen. Jules Sitruk vereint in der Rolle des Jungen Verletzlichkeit und Stärke.
(Pino DiNocchio)
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671434 FR | |
| Tonspur: | Französisch | |
| Untertitel: | F | |
| Länge: | 96 Min. | |
| Bild: | 16:9 Widescreen 1:2.35 | |
| Extras: | Entfallene Szenen |
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