PHILIPP |
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40 Min. | 679071 DE | nicht mehr im Handel |
| Originaltitel: | Philipp | ![]() |
| Regie: | Fabian Möhrke | |
| Musik: | ||
| Darsteller: | Max Hegewald, Hans-Jochen Wagner, Vanessa Krüger, Anna Bolk, Philipp Kubitza | |
| Deutschland 2010 |
"Ist es mein Geburtstag oder deiner?" stichelt Bernd selbstgefällig. Die Vorbereitungen zu Philipps 15. Geburtstag sind mühselig.
Vater Bernd und Lebensgefährtin Christine sind eifrig am Planen und Organisieren, wer alles eingeladen wird. Nur das Geburtstagskind selbst hat gar keinen Bock auf das peinliche Spektakel.
Der Teenager taumelt gleichgültig durch sein junges Leben und hat keine Ahnung, was er damit anfangen soll. Ebensowenig weiß Philipp mit der gleichaltrigen Caro anzufangen, die so irgendwie jetzt seine Freundin ist. Aber mehr als mit ihr rumhängen fällt ihm nicht ein. Klar ist für Philipp nur, was er auf keinen Fall werden will: so ein nichtssagender Kerl wie sein kumpelhafter Vater...
Erziehungsdefizite werden meistens in der bildungsfernen Unterschicht thematisiert, wo es an sozialen Werten mangelt, oder aber in der elitären Oberschicht, wo Kinder mit den Hochleistungsvorstellungen der Eltern überfordert werden. Der Film "Philipp" beleuchtet das Problem in einem eher selten zitierten Milieu.
Der Berliner Jungschauspieler Max Hegewald - bekannt aus dem beklemmenden TV-Jugenddrama "Keine Angst" - spielt in dem Kurzfilm den 15jährigen Philipp, der mit der antiautoritären Erziehung seiner Eltern nicht klarkommt. Dem Jungen fehlen die Orientierungspunkte. Er kann tun was er will, ohne daß es ernsthafte Konsequenzen hat.
Bei einem Vater, der sich manchmal selbst wie ein Kindskopf benimmt, ist es kaum möglich die Grenzen zu erkennen, die den Lebensraum eines verantwortungsbewußten Erwachsenen abstecken. Dabei hat Philipps vermeintliche Freiheit einen großen Haken. Bernd meint, über sämtliche Angelegenheiten seines heranwachsenden Sohns bestimmen zu müssen, weil er befürchtet, der Junge könnte in seiner Interessenlosigkeit steckenbleiben.
Dem Regisseur Fabian Möhrke gelingt es in dieser ungewöhnlichen Milieubeleuchtung, in 38 Filmminuten alles zu sagen, was gesagt werden muß. Das Ende kommt mit Schrecken.
(Pino DiNocchio)
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679071 DE | |
| Tonspur: | Deutsch | |
| Untertitel: | E | |
| Länge: | 40 Min. | |
| Bild: | 16:9 Widescreen 1:2.35 | |
| Extras: | ||
| - minus - | Covermotiv mit Zensurzeichen überdruckt |
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