TWELVE |
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91 Min. ohne deutsche Untertitel | 685948 UK | nicht mehr im Handel | |
91 Min. | 685949 DE | nicht mehr im Handel | |
95 Min. | 785949 DE | nicht mehr im Handel |
| Originaltitel: | Twelve | ![]() |
| Filmlänge: | 85 Min. ohne Abspann | |
| Regie: | Joel Schumacher | |
| Musik: | Harry Gregson-Williams | |
| Darsteller: | Chace Crawford, Rory Culkin, Curtis Jackson, Emma Roberts, Jeremy Allen White, Philip Ettinger, Esti Ginzburg, Emily Meade, Maxx Brawer, Zoe Kravitz, Billy Magnussen, Nico Tortorella, Ethan Peck, Charles Austin Saxton, Erik Per Sullivan | |
| USA 2010 |
Schulabbrecher White Mike ist Drogendealer. Sein Revier ist die Upper East Side, wo die Kinder der reichen Leute zuhause sind. Seit seine Mutter an Krebs gestorben ist und der Vater mit seinem Restaurant um die Existenz kämpft, fühlt sich Mike nicht mehr der weißen Oberklasse zugehörig. Von dem schwarzen Lieferanten Lionel aus Harlem bezieht der 17jährige den Stoff, den er an seine ehemaligen Highschool Kameraden vertickt. Nur selbst rührt Mike nichts an. Er behält einen klaren Kopf.
Auch Mikes Cousin Charlie, mit dem er als Kind wie ein Bruder aufgewachsen war, ist den Drogen verfallen. Mit einer Schußwaffe zieht der Teenager los, um sich zu besorgen, wonach er giert.
Mikes bester Freund Hunter gerät beim Basketballtraining im Sportzentrum in einen handgreiflichen Streit mit dem schwarzen Mitspieler Nana. Am nächsten Tag ist Nana tot, ebenso ein weißer Junge, den man noch nicht identifizieren kann. Hunter wird festgenommen, er soll die zwei Jungs ermordet haben!
Chris hat zur Party in seine sturmfreie Bude eingeladen. Die Jugendlichen ergehen sich im Drogenrausch, bis die unerwartete Heimkehr von Chris' großem Bruder Claude, der aus dem Umerziehungsgefängnis abgehauen ist, die ausgelassene Feier sprengt.
Jessica taumelt völlig entrückt durch einen Trip, wie sie ihn noch nicht erlebt hat. Sie hat Bekanntschaft mit der neuen Modedroge "Twelve" gemacht. Sie will sofort wieder etwas davon haben. Aber White Mike, der seinen Kunden sonst alles besorgen kann, will mit dem Teufelszeug nichts zu tun haben. Doch "Twelve" macht längst die Runde.
Sara Ludlow, das angesagteste Girl des Viertels, lockt den etwas naiven Chris damit, daß sie ihn entjungfern wird, wenn sie ihren 18. Geburtstag in seiner Wohnung feiern darf, solange seine Eltern noch verreist sind. Auf der orgiastischen Party gerät schließlich alles außer Kontrolle. Die explosive Stimmung aus Rausch, Sex und Gewalt wird entzündet durch Frust, Machtkampf und Rache. Das bunte Treiben mündet in einer Katastrophe...
Das Buch des damals 17jährigen New Yorkers Nick McDonell wurde zum Bestseller. McDonell charakterisiert darin in einem rauhen Jargon ein Milieu, in dem er selbst aufgewachsen ist. Das sind die weißen Wohlstandskinder, die jede Menge Kohle haben, aber von ihren berufskarrieresüchtigen Eltern keine Erziehung erfahren.
Die Sozialisation dieser Generation findet auf dem Markt der Eitelkeiten statt. Konsumgeilheit und Geltungssucht sind die tragenden Werte. Diese jungen Leute produzieren sich in ihren Maskeraden als Traumtänzer eines urbanen Kostümballs. Teuere Modedrogen gehören als Antibiotika gegen Langeweile zum täglichen Grundbedarf. Auf der nach unten offenen Skala der sozialen Schichtung knallt der eine oder andere dieser privilegierten Kids in seinem Selbstzerstörungsprozeß so auf den Asphalt, daß ihn Papas Anwalt nicht mehr mit dem korruptem Einfluß des Großbürgertums rauskaufen kann.
Verfilmbar ist "Twelve" nicht, denn das Buch lebt von der radikalen Sprache und der tagebuchartigen Erzählweise. Auch alte Hasen wie Joel Schumacher sollten das wissen. Schumachers Adaption setzt Fragmente aus dem Geschehen im Buch zu einer eigenen Story zusammen. Dabei werden auch gleich, wie in der US-Filmindustrie üblich, einige der jugendlichen Akteure etwas älter gemacht, damit man sie nicht mit Teenagern besetzen muß, sondern Erwachsene vor der Kamera so tun läßt, als wären sie noch im Schulalter.
Von den Schauspielern kann nur Rory Culkin kann als Teenager überzeugen. Überraschend bringt auch Esti Ginzburg das aufgeblasene Luder Sara rüber. Chase Crawford gibt sich Mühe, den selbstverliebten Charakter des mit der Welt hadernden White Mike zu treffen, wenn er mit wehendem Mantel wie ein Gespenst durch die Straßen schleicht und seinem diskreten Geschäft nachgeht, die Kids der arroganten upper Class zu vergiften. Allerdings wirkt ein Mittzwanziger mit Bart unglaubhaft, wenn er den blassen 17jährigen White Mike darstellen soll, den McDonell in "Twelve" beschreibt. Diverse Äußerungen des Regisseurs zur Entstehung und zur Besetzung des Films verstärken die Zweifel. Es ist ein halbgares Flickwerk, das doch in erster Linie zur schnellen Vermarktung auf dem Trittbrett des Bucherfolgs hergestellt wurde.
(Pino DiNocchio)
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685948 UK | |
| Tonspur: | Englisch | |
| Untertitel: | ||
| Länge: | 91 Min. | |
| Bild: | 16:9 Widescreen 1:1.85 | |
| Extras: |
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685949 DE - mit Wendecover - | ![]() | |
| Tonspur: | Deutsch / Englisch | ||
| Untertitel: | D | ||
| Länge: | 91 Min. | ||
| Bild: | 16:9 Widescreen 1:1.85 | ||
| Extras: | Wendecover, Making of, Hinter den Kulissen |
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785949 DE - mit Wendecover - | ![]() | |
| Tonspur: | Deutsch / Englisch | ||
| Untertitel: | D | ||
| Länge: | 95 Min. | ||
| Bild: | 16:9 Widescreen 1:1.85 | ||
| Extras: | Wendecover, Making of, Hinter den Kulissen |
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