DER GOTT DES GEMETZELS |
|||
|---|---|---|---|
77 Min. | 689291 DE | ||
80 Min. | 789299 DE |
| Originaltitel: | Carnage | ![]() |
| Filmlänge: | BD 75 Min. ohne Abspann | |
| Regie: | Roman Polanski | |
| Musik: | Alexandre Desplat | |
| Darsteller: | Jodie Foster, Kate Winslet, John C. Reilly, Christoph Waltz, Elvis Polanski, Eliot Berger | |
| Frankreich 2011 |
Zwei elfjährige Jungen haben im Brooklyn Bridge Park beim Spielen eine Auseinandersetzung. Dabei schlägt Zachary Cowan dem Klassenkameraden Ethan Longstreet mit einem Stock zwei Schneidezähne aus.
Die Elternpaare treffen sich in der Wohnung der Longstreets, um die Angelegenheit vernünftig zu regeln. Sie verfassen in gegenseitigem Einverständnis jeweils ihre Berichte für die Versicherung. Penelope und Michael Longstreet sind sehr verständnisvoll. Obwohl ihr Sohn schmerzlich entstellt wurde, sorgen sie sich um den anderen Jungen. Der Täter soll die Chance haben sich zu bessern.
Rechtsanwalt Alan Cowan, der während der Unterredung ständig an seinem Mobiltelefon hängt, um sich im taktischen Vorgehen mit seinen Mandanten zu besprechen, hält seinen Sohn Zachary für einen uneinsichtigen Schläger. Seine Frau Nancy sieht das nicht ganz so radikal, aber als sie ihren Mageninhalt im Wohnzimmer der Longstreets entleert, ist der Frieden gebrochen.
Das Gespräch schaukelt sich vom anfänglichen Austausch vieler höflicher Floskeln auf zu einem verbalen Wortgefecht von Boshaftigkeiten. Mücken werden zu Elefanten gemacht. Eine Flasche Whiskey tut ihr übriges dazu, daß die Situation außer Kontrolle gerät. Die vier Erwachsenen lassen sich gehen, verlassen die Pfade guten Benehmens und liefern sich eine Schlacht wüster Beleidigungen.
In Echtzeit dokumentiert die Kamera über eine gute Stunde das Geschehen in der Wohnung. Kammerspiel oder überlanger Sketch? Die satirische Komödie, basierend auf einem französischen Theaterstück, führt vor, wie bei zwei Ehepaaren aus der wohlhabenden New Yorker Mittelschicht alle Regeln des Anstands fallen. Roman Polanski gelingt mit einer Top-Besetzung ein messerscharfes Schaustück der Fragilität der bürgerlichen Fassade.
Die zwei Jungen, dargestellt von Eliot Berger sowie von Elvis Polanski, dem Sohn von Roman Polanski und Emmanuelle Seigner, sind im Film unmittelbar gar nicht zu sehen. Der Tathergang im Park wird nur aus großer räumlicher Distanz im Vorspann gezeigt, wo die Einblendungen das Bild übertünchen. Im Abspann hält die Kamera dann abermals aus weiter Entfernung auf eine Gruppe nicht einzeln identifizierbarer Kinder, die sich spielerisch und friedlich gemeinsam bewegen. Die Elfjährigen sind offensichtlich in der Lage, ihre Differenzen ganz allein gütlich beizulegen.
(Skip Martin)
![]() |
689291 DE | |
| Tonspur: | Deutsch / Englisch | |
| Untertitel: | D | |
| Länge: | 77 Min. | |
| Bild: | 16:9 Widescreen 1:2.35 | |
| Extras: | Interviews | |
| - minus - | Covermotiv mit Zensurzeichen überdruckt |
![]() |
789299 DE - mit Wendecover - | ![]() | |
| Tonspur: | Deutsch / Englisch | ||
| Untertitel: | D | ||
| Länge: | 80 Min. | ||
| Bild: | 16:9 Widescreen 1:2.35 | ||
| Extras: | Wendecover, Interviews |
![]() | ![]() |