VOM FEUER ERLEUCHTET |
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101 Min. deutsche Untertitel | 651064 DE | nicht mehr im Handel |
| Originaltitel: | Iluminados por el fuego | ![]() |
| Regie: | Tristan Bauer | |
| Musik: | ||
| Darsteller: | Gastón Pauls, Pablo Riva, César Albarracín, Hugo Carrizo, Virginia Innocenti, Juan Leyrado | |
| Argentinien 2005 |
Alberto Vargas Versuch, sich das Leben zu nehmen, ruft bei seinem ehemaligen Armeekameraden Esteban Leguizamón die Erinnerungen an den Krieg wieder wach.
April 1982: Die argentinische Militärdiktatur hat das einst reiche Land in den Ruin gewirtschaftet und mit dem Staatsterror gegen die Bevölkerung ein Klima der Angst geschaffen, in dem das gesellschaftliche Leben gelähmt ist. Die Regierung ist innenpolitisch am Ende. Um bei den Bürgern wieder Boden zu gewinnen, befehlen die Generäle die Invasion der zu Großbritannien gehörenden Falkland Inseln, auf die Argentinien historischen Anspruch erhebt. Innerhalb weniger Tage nimmt die argentinische Armee die von britischen Schafzüchtern bewohnten verteidigungslosen Inseln im Südatlantik ein. Mit einem Schlag hat das marode Militärregime die patriotischen Volksmassen hinter sich. Die Argentinier feiern die glorreiche Heimholung der Malvinas, wie sie die Inselgruppe nennen.
Für die jungen Soldaten Esteban und Alberto und ihre Kameraden sind die ersten Tage, die sie in bitterer Kälte des anbrechenden Winters im Freien durch die felsige, nur mit spärlichem Gras bewachsene Insellandschaft robben, erst die Vorübung für den Kampf, aber auch schon eine Weichenstellung für dessen Ausgang. Sie sind miserabel ausgerüstet, haben nicht genug Verpflegung, der ganze Einsatz ist planlos. Die jungen Soldaten werden von den Kommandierenden brutal schikaniert. Statt die ganze Kraft der Truppe für den militärischen Auftrag zu verwenden, verheizen die Vorgesetzten ihre eigenen Leute in sadistischen Machtspielen. Die Selbstzerfleischung der desorganisierten argentinischen Armee ist nicht der ursächliche, jedoch ein begleitender Grund für ihre finale Niederlage im Falkland-Krieg.
Die britische Premierministerin Thatcher entsendet die gesamte königliche Kriegsflotte in den Südatlantik. Gegen diese geballte Militärmacht können die Argentinier trotz ihrer hochgerüsteten Armee nicht bestehen. In verlustreichen See- und Luftschlachten werden die besetzten Falkland Inseln von den Briten zurückerobert. Die überlebenden argentinischen Soldaten kehren nicht als Sieger nach Hause.
Während Esteban zusammen mit Albertos Frau im Krankenhaus um dessen Leben bangt, ziehen die Erlebnisse von damals in Gedanken an ihm vorbei. Als Alberto stirbt, wird Esteban klar, daß es nur einen Weg gibt, mit der schrecklichen Vergangenheit abzuschließen: Er muß noch einmal an den Ort des Geschehens reisen, auf die Malvinas, um Abschied zu nehmen von den dort gefallenen Kameraden...
Die Selbsttötungsrate bei Soldaten, die in Kriegseinsätzen waren, ist generell sehr hoch. Die Männer können das erlebte Grauen einfach nicht bewältigen. Die argentinischen Soldaten des Falkland-Kriegs leiden besonders darunter, daß sie als Verlierer keine Anerkennung erhielten. Bis heute ist die Zahl der Soldaten dieses Kriegs, die durch späteren Suizid gestorben sind, größer als die Zahl der im Kampf getöteten. Zwar war das Desaster der Anfang vom Ende des Militärregimes, doch erstaunlicherweise ist Argentinien bis heute keinen Schritt von der Auffassung abgewichen, daß die Schafinseln argentinisch sind.
Über zwei Jahrzehnte danach erfolgt mit "Iluminados por el fuego" erstmals eine filmische Aufarbeitung des Kriegs von argentinischer Seite. Regisseur Tristan Bauer meidet ein glattpoliertes Bilderspektakel. Er zeigt das Kriegsgeschehen und die Erlebnisse der Soldaten in rauhen Aufnahmen. Dunkel, trübe, ungeschminkt fängt eine holprig geführte Kamera das menschliche Elend ein, so authentisch wie Esteban es in seiner Erinnerung hat.
(Pino DiNocchio)
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651064 DE | |
| Tonspur: | Spanisch | |
| Untertitel: | D | |
| Länge: | 101 Min. | |
| Bild: | 16:9 Widescreen 1:1.85 | |
| Extras: |
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